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Europäischer Spieltag gegen Hunger

16 Europäische Fußball-Ligen kämpfen gemeinsam gegen Hunger

Rom, 19. Oktober. 16 europäische Fußball-Ligen werden ihre Spiele am Europäischen Match-Tag gegen Hunger (22.-24. Oktober) dem Kampf gegen Hunger und Armut widmen. Damit solidarisiert sich die Fußballwelt mit einer Initiative der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und des Dachverbands der europäischen Profi-Ligen (EPFL). 

Jede einzelne Liga ruft ihre Fans dazu auf, eine Internet-Petition der FAO www.1billionhungry.org zu unterzeichnen, die Regierungen auffordert, die Bekämpfung des Hungers in den Mittelpunkt ihrer Politik zu stellen.

Das "1billionhungry"-Projekt ist eine weltweite Initiative der FAO und ihrer Partnerorganisationen. Seit Mai haben rund 1,6 Millionen Menschen die Petition unterzeichnet. "Das zeigt, dass Menschen rund um den Globus zutiefst beunruhigt über das Schicksal der Hungernden sind", betonte FAO-Generaldirektor Jacques Diouf. "Sie fordern von ihren Regierungen, effektivere Maßnahmen gegen Hunger und extreme Armut zu ergreifen."

EPFL-Vorsitzender Emanuel Macedo de Medeiros, betonte den "Stolz" der Ligen darüber, dass sie den Match-Tag gegen Hunger bereits im zweiten Jahr in Folge organisieren. "Der EPFL steht gemeinsam mit der FAO an vorderster Front für das grundlegende Menschenrecht auf Hunger", erklärt de Medeiros. "Das ist eine moralische Pflicht unserer Generation."

Fußball kann nach den Worten des Geschäftsführers der niederländischen Liga, Frank Rutten, eine mächtige Rolle dabei spielen, das Thema Hunger ganz nach oben auf die internationale Agenda zu setzen. "Obwohl weltweit eine Milliarde Menschen an chronischem Hunger leiden, wird das Problem häufig vergessen", beklagte der CEO der niederländischen Liga. "Wir unterstützen den Europäischen Spieltag gegen Hunger, indem wir eng mit unseren europäischen Kollegen zusammenarbeiten und die universale Macht des Fußballs nutzen, um auf das Hungerproblem öffentlich aufmerksam zu machen und Fortschritte bei der Hungerbekámpfung zu erzielen."

Der EPFL/FAO-Match-Tag gegen Hunger wird europaweit rund 314 Profi-Clubs in 157 Stadien mobilisieren. Millionen Fans werden Spieler, Trainer und Schiedsrichter mit einer gelben Trillerpfeife sehen. Sie soll daran erinnern, dass es Zeit ist, das weit verbreitete Leiden des chronischen Hungers zu beenden. Die gelbe Trillerpfeife und der Aufruf zu Maßnahmen gegen den Hunger wird von Lissabon bis nach Novosibirsk in Sibirien, von Glasgow bis nach Palermo zu hören sein.

"Wir haben einen gemeinsamen Ansatz im Kampf gegen den Hunger", sagte der Vorsitzende der Bundesliga-Stiftung, Tom Bender. "Fussball hat eine hohe soziale Verantwortung, die wir sehr ernst nehmen. An diesem Wochenende werden alle wichtigen europäischen EPFL-Ligen ihre gemeinsame Medienpräsenz nutzen, um den Kampf gegen Hunger voranzubringen."

Die einzelnen Ligen werden im Zusammenhang mit dem Match-Tag gegen Hunger eigene Veranstaltungen organisieren: In Spanien werden Spieler wie Diego Forlan, Gewinner des Goldenen Balls der Fußball-WM 2010 aus Uruguay, Iker Casillas, der spanische WM-Meister und der argentinische Stürmer Lionel Messi in den Stadien T-Shirts mit dem Symbol der Kampagne tragen und in gelbe Trillerpfeifen blasen. In Russland werden alle Fußballer das T-Shirt der Kampagne und die gelben Trillerpfeifen auf dem Spielfeld tragen. In den Niederlanden und bei der Begegnung Bayern München gegen Hamburg werden alle Spieler einen Ball signieren. In ganz Deutschland werden Schiedsrichter während der s Spiele die gelbe Trillerpfeife benutzen.

Mehrere Fußballspieler haben Länder besucht, in denen Hunger herrscht. "Ich habe mir FAO-Projekte in Afrika angesehen", sagt der FAO-Botschafter und ehemalige Stürmer von Schalke 04 und Real Madrid, Raùl Gonzáles. "Ich habe gesehen, dass es konkrete Lösungen gibt, um das Hungerproblem zu lösen. Es ist inakzeptabel, dass alle sechs Sekunden ein Kind stirbt." Bundesliga-Botschafter Hansi Müller sagte: "Während des EPFL-Besuchs bei einem FAO-Gemeinschaftsprojekt in Ägypten habe ich mit eigenen Augen die schlimmen Lebensbedingungen Hunderter Kinder gesehen, die Hunger leiden. Fußball ist in der Lage, die Öffentlichkeit zu mobilisieren und zu sensibilisieren. Es ist unsere moralische Pflicht als Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, der Gesellschaft etwas zurückzugeben, indem wir soziale Anliegen wie dieses unterstützen."

Der österreichische Ligen-Botschafter Herbert Prohaska sagte: "Das Hauptziel des Match-Tags gegen Hunger ist, zu zeigen, dass jeder von uns gegen Hunger und Armut kämpfen kann. Weil überall in der Welt Menschen Fußball spielen, ist das eine perfekte Bühne für diese Botschaft."

Der europäische Ligen-Dachverband bezeichnete den Kampf gegen Hunger anlässlich des Match-Tags als moralische Pflicht unserer Generation" und als "Herausforderung an unsere Kultur". "Der Match-Tag gegen Hunger soll dafür sorgen, dass in jedem Stadion in Europa alle EPFL-Mitgliedsligen, Clubs, Spieler und Fußballfans eine gemeinsame Botschaft verbreiten. Die Botschaft nutzt die Macht des Fußballs, um alle Nationen, alle Führungspersönlichkeiten und alle Menschen guten Willens aufzufordern, gemeinsam Ressourcen zu mobilisieren. Damit hilft sie uns, den Kampf für die grundlegenden Menschenrechte auf Nahrung und Menschenwürde zu gewinnen." Der Ligen-Dachverband rief dazu auf, die Petition des "1billionhungry"-Projekts zu unterzeichnen.


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