Sturm hofft im EC-Rennen auf Überraschung gegen Salzburg

18. Mai 2019

Vier Spiele, null Punkte: Die Merkur Arena ist für Sturm Graz in der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga mehr Fluch als Trumpf gewesen. Am Sonntag (17.00 Uhr) bietet sich für die Steirer eine letzte Möglichkeit, vor eigenem Publikum anzuschreiben. Gelingen muss dies im Rennen um Rang drei ausgerechnet gegen Meister Salzburg. Die weiteren Duelle lauten Austria - WAC und St. Pölten - LASK.Der viertplatzierten Truppe von Sturm-Coach Roman Mählich fehlen vier Punkte auf den WAC, der bei der fünftplatzierten und mit Sturm punktegleichen Austria gastiert. Die Grazer sind also auf dem Weg zu einem Europa-League-Fixplatz in der kommenden Saison auf Schützenhilfe der Wiener angewiesen. "Unabhängig von der personellen Besetzung ist Salzburg die beste Mannschaft in Österreich. Wir haben aber die Möglichkeit zu überraschen, wenn ich an die letzten beiden Spiele in Salzburg denke", sagte Mählich. Am 10. März erkämpfte man sich ein 0:0, bei der 1:3-Niederlage am 14. April gab man ein 1:0 aus der Hand. Bei Meister Salzburg wird übrigens der Steirer Christoph Leitgeb zum vorletzten Mal im "Bullen"-Dress spielen.Für Austria Wien ist das letzte Meistergruppe-Heimspiel gegen den Tabellendritten WAC das nächste Finale. Die "Veilchen" müssen gewinnen, um noch die Chance auf Platz drei und die damit verbundene Fixteilnahme an der Europa-League-Gruppenphase zu wahren. "Es weiß jeder, was auf dem Spiel steht. Es ist wieder eines dieser berühmten Endspiele", betonte Trainer Robert Ibertsberger. Der 42-Jährige ist zuversichtlich, dass nach dem 3:1 bei Sturm Graz der nächste Dreier eingefahren wird, "damit wir dann das große Endspiel mit dem LASK haben", ergänzte der Austria-Coach.Für die Gäste aus Kärnten ist die Partie bei der Austria, für die bis Freitagmittag bereits mehr als 9.000 Karten weg waren, der erste Matchball. "Wir werden definitiv versuchen, nach Wien zu fahren und zu gewinnen. Und dafür müssen wir eine Mörderleistung abrufen. Die braucht es gegen die Austria, 95 Prozent werden nicht reichen", stellte WAC-Coach Christian Ilzer klar.0:0, 2:2, 0:0 - St. Pölten und Quasi-Vizemeister LASK haben sich in dieser Saison der Fußball-Bundesliga stets auf Augenhöhe präsentiert. Das vierte Duell steigt am Sonntag in der NV Arena. Die verletzungsgeplagten Niederösterreicher wollen mit einem Sieg ihre kleine Europacup-Chance noch wahren. "Wir haben eine hervorragende Saison hinter uns, es ist alles schön, aber wir haben die Möglichkeit, es noch schöner zu machen", sagte St. Pöltens Trainer Ranko Popovic. Solange die Chance bestehe, werde man alles versuchen.Die Linzer haben ihre Saisonziele übererfüllt, an der Herangehensweise vor der Partie ändere sich dadurch aber nichts. "Die Luft ist absolut nicht draußen, die Spieler sind nach wie vor sehr motiviert und wollen jedes Spiel gewinnen", betonte LASK-Trainer Oliver Glasner. Der kommende Wolfsburg-Trainer rechnete mit einem "umkämpften" Spiel. "St. Pölten macht die Räume sehr eng, da es ist schwierig, Lücken zu finden", wusste Glasner.
Artikel teilen: