Admira-Sieg in letzter Minute futsch - 1:1 gegen St. Pölten

21. September 2019 in tipico Bundesliga Rückkehrer Pusch traf in der 24. Minute, Ouedraogo glich in der Nachspielzeit aus - Admira bleibt Schlusslicht

Schlusslicht Admira hat am Samstag in der letzten Minute den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga verpasst. Die Südstädter erreichten im zweiten Spiel unter Trainer Klaus Schmidt im Niederösterreich-Derby gegen den SKN St. Pölten nur ein 1:1 (1:0). Der fast schon sicher scheinende Erfolg wurde in der 93. Minute durch Joker Issiaka Ouedraogo zunichtegemacht.

Kolja Pusch erzielte in der 23. Minute den Führungstreffer - erst das vierte Saisontor für die Admiraner. Nach dem Seitenwechsel kam St. Pölten besser ins Spiel und konnte dieses lange offen halten. Offensiv brachte die Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt wenig zustande, doch Ex-Admiraner Ouedraogo sorgte in Finish mit einem Flachschuss aus der Drehung für den Punktgewinn.

Für die Admira wäre es der erste Bundesliga-Sieg seit dem 18. Mai gewesen, damals gab es ein 3:2 gegen Wacker Innsbruck. In der Tabelle hat man weiter drei Punkte Rückstand auf die neuntplatzierte Austria.

St. Pölten musste unter anderem auf Torhüter Christoph Riegler (Bluterguss) und Sandro Ingolitsch (Zerrung im Oberschenkel) verzichten. Thomas Vollnhofer übernahm den Goalie-Posten, George Davies spielte als Linksverteidiger. Insgesamt kamen im Vergleich zum 0:6 in der Vorwoche in Altach sechs Neue in die Elf.

Bei der Admira gaben Rückkehrer Pusch und Muhammed-Cham Saracevic ihre Debütvorstellungen. Der noch 18-jährige Rechtsaußen Saracevic machte in der Anfangsphase gleich mit zwei Schüssen auf sich aufmerksam. Die Südstädter dominierten in der ersten Hälfte, auch ein Roller von Seth Painstil (12.) fiel aber zu schwach aus. Bei einem Pusch-Freistoß in der 18. Minute hatte Vollnhofer bei seiner Abwehrreaktion Glück.

Schön herausgespielt war das 1:0, als Hjulmand nach Fersler von Sinan Bakis Pusch optimal im Strafraum in Szene setzte. Der Deutsche schloss flach ins linke Eck ab. Vor der Pause gab es noch eine Bakis-Rakete (36.) aus rund 30 Metern zu notieren, der Schuss zog nur knapp am Tor vorbei.

St. Pölten hatte erst nach einer guten Stunde ein paar herzeigbare Aktionen im Angriffsdrittel, allerdings ohne wirklich gefährlich zu werden. Chancen hatte weiter die Admira: In der 60. Minute schoss Hjulmand an der linken Stange vorbei, ein Versuch von Bakis (74.) nach Alleingang von Dominik Starkl wurde von Vollnhofer entscheidend abgelenkt. Der eingewechselte Starkl selbst vertändelte den Ball in der 87. Minute gegen den SKN-Goalie.

Das sollte sich rächen, wie Ouedraogo wenig später bewies. Nach einem weiten Einwurf von Davies in den Strafraum behauptete der Stürmer aus Burkina Faso den Ball und schoss an Hjulmand vorbei ins Netz.

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