WAC holte Europa-League-Fixticket mit 2:1-Sieg gegen Sturm

26. Mai 2019 in tipico Bundesliga Kärntner verwerteten 2. Matchball - Liendl und Koita drehten Partie völlig zurecht - Grazer müssen als Fünfter im Europacup-Play-off gegen Rapid oder Mattersburg ran

Der WAC hat in der Fußball-Bundesliga den zweiten Matchball verwertet und sich dadurch das Fixticket für die Gruppenphase der Europa-League gesichert. Die Kärntner bezwangen Sturm Graz am Sonntag in der 32. und letzten Runde nach 0:1-Rückstand noch mit 2:1 und gingen damit als Dritter über die Ziellinie. Die Grazer müssen als Fünfter weiter um einen internationalen Startplatz bangen.

Gegen die Austria hatten die Wolfsberger vergangene Woche beim 0:2 in Wien die erste Chance ausgelassen. Nun durften sie dank Toren von Michael Liendl (78.) und Sekou Koita (91.) im zweiten Anlauf jubeln. Nicht nur wegen der sechs fixen Gruppenspiele im Herbst, sondern auch wegen der besten Bundesliga-Platzierung eines Kärntner Clubs überhaupt. Der Heimsieg war völlig verdient, da die Wolfsberger den schnellen Rückstand durch einen Treffer von Michael Lema (11.) wegsteckten und nach der Pause klar tonangebend waren.

Die Grazer treten nun im Europacup-Play-off der Liga am Donnerstag (auswärts) und Sonntag (heim) gegen den Sieger des Qualigruppen-Duells Rapid gegen Mattersburg, das am Dienstag über die Bühne geht, an. Der Gewinner steigt bereits in der zweiten Qualirunde zur Europa League ins internationale Geschehen ein.

Beide Trainer nahmen gegenüber der Vorwoche keine personellen Änderungen vor. Von Beginn an entwickelte sich aufgrund der Ausgangssituation eine Partie, in der beide Teams viel Risiko gingen, mit offenem Visier agierten. Kopfbälle von Lukas Spendlhofer (4., 5.) hätten beinahe für einen Sturm-Start nach Maß gesorgt. Auf der anderen Seite konnte Gideon Mensah bei einem Schmitz-Schuss vor der Linie klären (8.). Drei Minuten später zappelte der Ball bereits im Netz. Nach idealem Kiteishvili-Zuspiel traf Lema mit links ins lange Eck.

Die Antwort des WAC wäre beinahe gefolgt, Jörg Siebenhandl hielt aber einen zu zentralen Friesenbichler-Kopfball (15.). Sturm hätte genauso nachlegen können, Markus Pink (19., 27.) ließ zwei Chancen ungenützt.

Nach der Pause war etwas mehr Hektik in der Partie, die Grazer setzten vor allem auf eine gesicherte Defensive, die Wolfsberger liefen vehement an. Da es auf der anderen Seite Juan Dominguez (57.) verabsäumte, den Sack zuzumachen, blieb es spannend. Beim WAC war vor allem Koita herausragend, bei seinem Weitschuss (63.) fehlte nicht viel, zudem konnte ihn Mensah gerade noch am Abschluss hindern (77.).

Eine Minute später traf Liendl nach Ritzmaier-Hereingabe, Spendlhofer war als Letzter am Ball dran, konnte aber nicht mehr klären. In der Nachspielzeit belohnte sich auch noch Koita für eine bärenstarke Leistung, er bezwang Siebenhandl mit einem Heber. Der WAC verabschiedete sich damit siegreich in die Sommerpause. Für Sturm geht es nach der dritten Niederlage en suite hingegen noch in die "Verlängerung".

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