Die 32 Runden der Tipico Bundesliga im statistischen Rückspiegel

31. Mai 2019 in tipico Bundesliga

Die erste Meisterschaft im neuen Modus ist fast Geschichte: 32 Runde sind gespielt und Neun von Zwölf Klubs sind ab sofort in der wohlverdienten Sommerpause. Für unseren Statistik-Partner Opta war es daher an der Zeit, die Tipico Bundesliga in einer umfangreichen Analyse unter die Lupe zu nehmen.

Die wichtigsten Erkenntnisse von Opta im Überblick:

Offensive Ausrichtung

Von Saisonbeginn an war die meist offensive Ausrichtung der Mannschaften zu erkennen. Insgesamt wurden 2,9 Tore pro Spiel erzielt - knapp über dem Schnitt (2,8) seit Gründung der Bundesliga.

Pressing wurde großgeschrieben

Auch ohne Ball waren die Mannschaften sehr aktiv und setzten die Gegner früh unter Druck. Es gab in dieser Saison im Schnitt deutlich mehr Ballgewinne als in den vergangenen Spielzeiten.

Mehr Qualität im Aufbauspiel

Um die geeignete Balance zu finden, darf natürlich auf das Spiel in Ballbesitz nicht vergessen werden. Auch in dieser Kategorie hat sich die Liga weiterentwickelt. Die Anzahl der Pässe pro Begegnung hat zugenommen, während die Passquote im Saisonvergleich gehalten wurde. Ausschlaggebend dafür ist auch der geringere Anteil an langen Pässen. Die Mannschaften bevorzugten einen geordneten Spielaufbau.

Fair Play

Ein weiteres Indiz für die gesteigerte Spielqualität ist die Entwicklung der Zweikampfzahlen. In den letzten 6 Spielzeiten ging die Anzahl der Duelle kontinuierlich zurück. Der Ligatrend folgt damit dem internationalen Trend. Damit hängt natürlich auch der Rückgang an Platzverweisen zusammen.

Noch offensiver im Finaldurchgang

Opta ist der Frage nachgegangen, wie sich Spielqualität und Attraktivität in den unterschiedlichen Phasen der Meisterschaft entwickelt hat. Eines kann vorweggenommen werden, beide Punkte haben unter der Ligateilung nicht gelitten, im Gegenteil. Das Spielgeschehen verlagerte sich noch etwas mehr nach vorne und die Torausbeute stieg.

Kaum Unterschiede im Passspiel

Die Passquote ging in der Gruppenhase nur leicht zurück, obwohl viele Entscheidungen anstanden und die Kräfte normalerweise gegen Ende der Saison nachlassen. Ein Grund dafür ist sicher auch die Gruppierung ähnlich starker Mannschaften, wodurch in dieser Phase zum Beispiel Duelle des späteren Meisters gegen den späteren Absteiger wegfielen. Bei „Duellen auf Augenhöhe“ agieren Mannschaften üblicherweise aktiver und mutiger als gegen scheinbar übermächtige Gegner.

Heiß umkämpfte Qualifikationsgruppe

Die Qualifikationsgruppe bescherte uns nicht nur kuriose Begegnungen wie Rapid – Hartberg (3:4) und Admira - Rapid (3:4), sondern bot auch sonst viele attraktive Szenen. Die Entscheidung gegen den Abstieg fiel zudem erst am letzten Spieltag.

Im internationalen Vergleich jung und attraktiv

Das Durchschnittsalter der eingesetzten Spieler lag in Österreich bei 25,9 Jahren. In den Top15-Ligen setzten nur die Niederlande und Kroatien noch etwas jüngerer Spieler ein. Der Torschnitt der österreichischen Bundesliga lag über dem Schnitt der UEFA-Top-15-Ligen. Nur in den Niederlanden und Deutschland wurden noch mehr Treffer pro Begegnung erzielt.

 

Alle Hintergründe zu diesen Aussagen sowie weitere Rekorde und Statistiken finden sie hier zum Download.

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