Marcel Holy vom FK Austria Wien gewinnt den Einzelbewerb der krone.at-eBundesliga

2. February 2020 in tipico Bundesliga

In der Expedithalle in Wien trafen heute die besten FIFA-Spieler des Landes im Einzelbewerb der krone.at-eBundesliga aufeinander. Die 16 Finalisten hatten sich durch ihre Leistungen im gestrigen Mannschaftsbewerb qualifiziert – der jeweils beste Spieler jedes Klubs sowie die vier besten Zweitplatzierten waren mit dabei. Sie durften ihr Best-of-Team aus allen Spielern der Tipico Bundesliga zusammenstellen, wobei maximal zwei Spieler pro Klub ausgewählt werden konnten. Neben dem spielerischen Können kam es also auch auf die „Teamchef-Fähigkeiten“ der 16 Teilnehmer an. Neben dem begehrten Siegerpokal ging es um ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Bei Stadionatmosphäre konnten die Zuschauer schon ab der ersten Runde über hochklassige Spiele und die eine oder andere Überraschung staunen.

Marcel Holy vom FK Austria Wien hatte es bereits im Vorjahr bis ins Finale geschafft und setzte auch heuer wieder zu einem Siegeszug an. Im Achtelfinale gegen Aleks Bejko vom LASK konnte er sich nach einem 2:0-Sieg im Hinspiel und einer 0:1-Niederlage im Rückspiel knapp durchsetzen. Im Viertelfinale bewies er gegen Toni Stojanovic vom SV Mattersburg Comeback-Qualitäten und konnte nach einer 1:2-Niederlage im Hinspiel mit einem 2:0 in der zweiten Partie ins Halbfinale einziehen. Dort bekam er es mit Ajdin Islamovic vom Vizemeister WSG Swarovski Tirol zu tun. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Wie unterschiedlich die beiden Spieler mit der Dramatik der beiden Spiele umgingen, zeigte ein Blick auf die Pulsmesser, mit denen Sky Sport Austria die Spieler ausgestattet hatte: Ajdin Islamovic spielte zumeist mit knapp unter 100 Pulsschlägen pro Minute, bei Marcel Holy waren es zeitweise knapp 160. Schlussendlich hatte Holy aber auch etwas mehr Grund für Herzklopfen, er konnte mit 2:2 und einem 2:1-Sieg den Einzug ins große Finale sichern.

Dort wartete Philipp Gutmann vom SK Sturm auf ihn. Der Grazer hatte in der Saison 2017/18 den Meistertitel im Teambewerb gewonnen und ist seitdem zum Gesicht des „schwoazen“ eSports geworden. Bei ihm war die Defensive Trumpf, er musste er im zweiten Halbfinalspiel das erste Gegentor im Finalevent hinnehmen. Im Achtelfinale setzte er sich mit zweimal 2:0 gegen Furkan Cengiz vom spusu SKN St. Pölten durch, im Viertelfinale wartete Benjamin Zidej, der im Vorjahr mit dem FC Red Bull Salzburg den Teambewerb gewinnen konnte und heuer für den RZ Pellets WAC spielte. Auch gegen ihn blieb Gutmann ohne Gegentor und setzte sich mit 0:0 und 3:0 durch. Im Halbfinale kam es zum Steirer-Derby mit Adam Mahmoud vom TSV Prolactal Hartberg. Er hatte im Viertelfinale den eBundesliga-Rekordsieger Sercan Kara (insgesamt 3 Meistertitel / 2x Team, 1x Einzel) vom FC Red Bull Salzburg besiegt. Das Hinspiel endete 0:0, im Rückspiel musste Gutmann zwar sein erstes Gegentor im Turnier hinnehmen, konnte mit 2:1 aber den Finaleinzug fixieren.

Das Finalduell lautete also Gutmann-Holy und all jene, die sich eine taktisch geprägte Defensivschlacht erwartet hatten, wurden schnell eines Besseren belehrt. Gutmann kam im Hinspiel besser aus den Startlöchern und auch zu guten Chancen, der Führungstreffer blieb ihm jedoch verwehrt. In der zweiten Halbzeit übernahm Holy immer mehr das Kommando und konnte mit 2:0 vorlegen. Im Rückspiel zündete Marcel Holy weiterhin ein Offensivfeuerwerk und ging im Laufe des Spiels mit 2:0 in Führung. Philipp Gutmann glich zwischenzeitlich noch auf 2:2 aus, knapp vor Ende schlug Marcel Holy aber noch einmal zurück und fixierte den 3:2-Endstand.

Mit einem Gesamtscore von 5:2 kürte er sich damit zum 3. Einzelsieger in der krone.at-eBundesliga.

Der Turnierverlauf im Überblick:

 

Die bisherigen Sieger der krone.at-eBundesliga:

Mannschaftsbewerb:

2019/20 – FC Red Bull Salzburg
2018/19 – FC Red Bull Salzburg
2017/18 – SK Puntigamer Sturm Graz

Einzelbewerb:

2019/20 – Marcel Holy (FK Austria Wien)
2018/19 – Manuel Niedermayr (spusu SKN St. Pölten)
2017/18 – Sercan Kara (LASK)

Die eStars von morgen beim Raiffeisen Club Rookies Cup

Erstmals konnten junge Gamer zwischen 12 und 16 Jahren, welche noch nicht für die eBundesliga spielberechtigt sind, in die Atmosphäre von Österreichs größtem eSport-Turnier eintauchen und ihrem Traum vom großen Titel einen Schritt näherkommen. Insgesamt 32 Nachwuchsspieler haben beim „Raiffeisen Club Rookies Cup“ am zweiten Finaltag der eBundesliga um ihren ersten eSport-Titel gespielt. Für die drei Erstplatzierten, die allesamt mit dem SK Rapid Wien angetreten sind, gab es Media Markt-Gutscheine sowie Fan-Pakete ihres Lieblingsklubs.

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