Last-Minute-2:1-Sieg des LASK in ruppigem Schlager bei Rapid

24. August 2019 in tipico Bundesliga Raguz-Doppelpack sicherte Linzern vierten Sieg im fünften Spiel und gelungene Generalprobe für CL-Quali - Von Verletzungspech geplagte Rapidler gingen in 95. Minute in Unterzahl k.o.

Dank einem Doppelpack von Marko Raguz (23., 95.) hat der LASK den emotional und ruppig geführten Schlager der 5. Runde der Fußball-Bundesliga bei Rapid am Samstag mit 2:1 (1:0) gewonnen und viel Selbstvertrauen für die Champions-League-Quali in Brügge getankt. Grün-Weiß schaffte dank Philipp Schobesberger (46.) den Ausgleich, musste im Finish aber dem Verletzungspech Tribut zollen.

Thorsten Schick (Knie, 17.), Goalie Richard Strebinger (Kreislauf, 29.) und Maximilian Hofmann (Nase, 83.) mussten vorzeitig vom Platz, die Hütteldorfer die Schlussphase zu zehnt bestreiten. Dort besiegelte Raguz die zweite Saisonniederlage Rapids nach zwei Siegen en suite. In der Tabelle rutschten die Wiener auf Platz fünf zurück, könnten am Sonntag aber noch weiter ins Hintertreffen geraten. Der LASK kletterte vorläufig einen Punkt vor Salzburg an die Spitze und darf mit gutem Gefühl nach Belgien fahren, wo am Mittwoch ein 0:1 aufgeholt werden muss.

Kühbauer setzte vor 19.400 Zuschauern diesmal auf ein 4-4-2 und brachte mit Dejan Ljubicic und Aliou Badji zwei neue Akteure. Ismael rotierte im Gegensatz zu den Partien bei der Admira und gegen die WSG Tirol vergleichsweise zurückhaltend. Von der Stammelf fehlten Emanuel Pogatetz, Samuel Tetteh, Rene Renner und Joao Klauss, Letzterer fand sich gar nicht im Kader wieder.

Rapid startete explosiv, der LASK brauchte einige Minuten, um in die Partie zu finden. Durch Raguz hatten die Linzer auch die erste gute Gelegenheit, der 21-Jährige scheiterte mit einem Kopfball aus spitzem Winkel an Strebinger (13.). Kurz danach musste der am Knie blessierte Schick auf der Trage vom Feld, vorangegangen war ein Zusammenstoß mit LASK-Debütant Marvin Potzmann. Der Ex-Rapidler war es auch, der mit einer präzisen Flanke die Gästeführung einleitete, Raguz schraubte sich höher als Christopher Dibon und nickte aus wenigen Metern ein.

Strebinger war machtlos und war es auch rund zehn Minuten später, als er mit Kreislaufproblemen Tobias Knoflach weichen musste. Der Spielfluss Rapids litt unter den langen Unterbrechungen, das generell harte Einsteigen tat sein Übriges. Mehr als ein Weitschuss von Taxiarchis Fountas über das Tor (43.) schaute bei den Offensivbemühungen vor der Pause nicht heraus. In der Aktion davor war Raguz mit Schuss aus der Drehung gegen Knoflach nur Zweiter.

Der Wiederbeginn fiel dann aber ganz nach Geschmack von Grün-Weiß aus: Nach 83 Sekunden zappelte der Ball im Netz, Schobesberger war nach Vorarbeit Badjis und Ullmanns aus Kurzdistanz zur Stelle. Die Assists zu den ersten beiden Treffern lieferten kurioserweise Marvin Potzmann bzw. Maximilian Ullmann, Akteure, die erst vor kurzem die Seiten gewechselt hatten.

Der Schlagabtausch blieb offen, klare Torchancen aber Mangelware. In der 72. Minute hatte Rapid Glück, dass die Pfeife von Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca bei einem Foul von Stefan Auer an Samuel Tetteh im Strafraum stumm blieb. Nachdem auch Hofmann vermutlich mit Nasenbeinbruch vom Platz gegangen war (86.), musste Rapid in den letzten Minuten in Unterzahl agieren, der LASK vergab bei einer Doppelchance durch Köpfler von Frieser (Knoflach hielt) und Renner (drüber/87.) sowie Trauner (90.) vorerst seine Matchbälle. Erst Raguz war nach einem verlängerten Eckball aus wenigen Metern zur Stelle.

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