Auftakt-0:0 bei St. Pölten gegen Sturm

13. September 2020 in tipico Bundesliga St. Pölten dem Sieg näher - Friesenbichler vergab Sturms einzige Chance

SKN St. Pölten und Sturm Graz sind mit einer Nullnummer in die neue Saison der Fußball-Bundesliga gestartet. Die Niederösterreicher kamen dem Sieg vor 1.357 Zuschauern in der NV Arena näher. Sturm war im ersten Ligaspiel unter Trainer Christian Ilzer mit dem einen Punkt gut bedient.

Beide Teams offenbarten im zweiten Pflichtspiel der Saison Abstimmungsprobleme, die nur St. Pölten im Laufe der Partie besser in den Griff bekam. Dabei hatten die Grazer in der Anfangsphase öfter den Ball, allerdings fast nie in der gefährlichen Zone. Ilzer setzte wie erwartet vier Neuzugänge - alle in der Abwehr - von Beginn weg ein, hinter dem Stürmerduo Bekim Balaj/Kevin Friesenbichler sollte die erwartete Mittelfeld-Raute wirbeln.

Doch die Niederösterreicher, bei denen Trainer Robert Ibertsberger die drei Neuzugänge Peter Pokorny (Mittelfeld), Alexander Schmidt und Dor Hugi (beide Stürmer) brachte, nahmen nach 20 Minuten das Heft in die Hand. Turbulent wurde es erst kurz vor der Halbzeitpause: Sturm-Verteidiger Gregory Wüthrich putzte für seinen im Nachschuss geschlagenen Goalie Jörg Siebenhandl gegen George Davies aus (44.). Der SKN-Stürmer war zuvor aus abseitsverdächtiger Position gestartet. Und auch beim folgenden Corner brannte es im Sturm-Strafraum lichterloh, Amadou Dante rettete auf der Linie.

Unmittelbar nach Wiederbeginn fand Friesenbichler nach einem nicht geahndeten Foulspiel die erste und einzige Torchance von Sturm vor: Sein Kopfball völlig freistehend aus rund sieben Metern wurde zum Rohrkrepierer (48.). St. Pölten blieb weitaus gefährlicher. Bei einem Weitschuss von Pokorny (54.) fehlten wie bei einem Schlenzer von Hugi von der Strafraumgrenze (61.) nur Zentimeter, ein Kopfball von Kofi Schulz geriet zu zentral (66.).

Die Niederösterreicher hatten Sturm endgültig ihr Spiel aufgedrückt. Ilzer versuchte der Unterlegenheit mit insgesamt vier Wechseln entgegen zu wirken. Dies mündete im für Sturm schmeichelhaften 0:0. "Es war ein sehr glücklicher Punkt", sagte Sturm-Kapitän Stefan Hierländer auf Sky über einen "gewonnenen Punkt".

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