Salzburg startete mit 3:1-Sieg beim WAC in Liga-Saison

13. September 2020 in tipico Bundesliga Frühe Rote Karte von Lochoshvili und Eigentor von Peretz leiteten Niederlage ein - Auch Daka und Koita trafen - Kroate Vizinger bei Debüt mit Ehrentor

Red Bull Salzburg hat in der Fußball-Bundesliga auf dem Weg zum achten Meistertitel in Folge einen Start nach Maß hingelegt. Der Double-Titelverteidiger behielt im Schlager der 1. Runde beim WAC in der Lavanttal-Arena verdient mit 3:1 (2:0) die Oberhand. Die Mozartstädter sind eines von vier Teams, die nach dem Auftakt bei drei Punkten halten, und Zweiter hinter dem ersten Tabellenführer Rapid.

Ein Eigentor von Eliel Peretz (21.) und ein Treffer von Patson Daka (27.) brachten die ohne den am Oberschenkel verletzten Zlatko Junuzovic angetretenen Salzburger schon in der ersten halben Stunde auf die Siegerstraße. Der Sambia-Stürmer schloss nahtlos an die vergangene Saison an, in der er 24 Mal getroffen hatte. "Joker" Sekou Koita (82.) sorgte für die endgültige Entscheidung.

Die Kärntner waren nach einem frühen Torraub-Ausschluss von Luka Lochoshvili einen Großteil der Partie in Unterzahl. Der georgische Abwehrspieler Lochoshvili und der israelische Offensivakteur Peretz erlebten damit ein völlig misslungenes Debüt im WAC-Dress. Über ein gelungenes durfte sich hingegen Dario Vizinger freuen. Der in der 75. Minute eingewechselte 22-jährige Kroate erzielte in der 93. Minute den Ehrentreffer.

In der ersten Viertelstunde begegneten sich die beiden Teams vor den Augen von ÖFB-Teamchef Franco Foda absolut auf Augenhöhe. In der 16. Minute änderte sich das schlagartig, da Lochoshvili nach einem Zweikampf mit Daka wegen Torraubs wohl zurecht die Rote Karte sah. Die Partie lief in der Folge wie auf einer schiefen Ebene in Richtung WAC-Tor.

Die Gästeführung ließ dabei nicht lange auf sich warten. Nach Szoboszlai-Hereingabe beförderte Peretz den Ball bei einem Klärungsversuch im Rahmen eines Zweikampfs mit Daka ins eigene Tor. Den zweiten Treffer machte der starke Daka dann selbst. Nach idealer Ulmer-Flanke überhob der 21-Jährige WAC-Goalie Alexander Kofler und traf dann direkt ins leere Tor. Kurz vor der Pause lag bei einem Szoboszlai-Freistoß (45.) noch der dritte Treffer in der Luft.

Das war auch kurz nach Wiederbeginn der Fall, diesmal setzte Daka nach schöner Kristensen-Vorarbeit einen Abschluss aus kurzer Distanz aber neben das Tor (48.). Dadurch blieb der WAC zumindest im Spiel und beinahe wäre auch der Anschlusstreffer geglückt. Doppeltes Pech verhinderte diesen allerdings. Nach einem sensationellen Lauf aus der eigenen Hälfte überraschte Cheikhou Dieng Salzburg-Tormann Cican Stankovic beinahe mit einem Schuss an die Stange (56.). Noch in der selben Minute traf der aufgerückte Dominik Baumgartner nach einem Liendl-Corner ebenfalls das Aluminiumgehäuse.

Es blieb lange Zeit die einzige nennenswerte Offensivausbeute der Hausherren. Salzburg war dem dritten Treffer näher, der 18-jährige Luka Susic traf kurz nach seiner Einwechslung beim Ligadebüt aus sechs Metern den Ball nicht richtig (63.). Effizienter war da Wechselspieler Koita, der Kofler mit einem platzierten Linksschuss aus 20 Metern bezwang.

Der Schlusspunkt war den Gastgebern vorbehalten: Vizinger profitierte von einem Wöber-Schnitzer und zeigte in der letzten Aktion des Spiels gleich einmal seine Goalgetter-Qualitäten. Trotzdem gab es für den WAC nach zwei Unentschieden in der Meistergruppe 2019/20 gegen die Salzburger diesmal keine Punkte.

Artikel teilen: