Ried gewann erstmals auswärts - 3:1-Sieg in Tirol

20. December 2020 in tipico Bundesliga 1:0-Pausenführung der Tiroler zerbröselte nach Seitenwechsel - Grüll, Gschweidl und Bajic trafen - "Schweitzer-Effekt" bei Ried

Die SV Ried kann unter Trainer Gerhard Schweitzer wieder gewinnen. In der 12. Runde der Fußball-Bundesliga feierten die Innviertler am Sonntag einen verdienten 3:1-(0:1)-Erfolg in Tirol. Nach der frühen Führung und einer weitgehend ausgeglichenen ersten Spielhälfte kollabierte die WSG-Abwehr nach der Pause förmlich. Dennoch behielten die Wattener ihren fünften Platz, für Ried ging es dank des ersten Auswärtssieges vorerst auf Rang neun nach oben.

In einem lebendigen Spiel mit munteren Angriffsreihen auf beiden Seiten brachte Zlatko Dedic die Tiroler in der 10. Minute in Führung. Für den Slowenen war es bereits das vierte Saisontor. Nach der Halbzeit starteten die Rieder, vor der Pause noch glücklos im Abschluss, furios. Marco Grüll (48./Elfmeter), Bernd Gschweidl (53.) und Ante Bajic (55.) trafen binnen sieben Minuten und bereiteten so alles vor für den ersten Auswärtssieg der "Wikinger" in dieser Saison.

Die erste Topchance in der Partie gehörte Ried, als Gschweidl den Ball in der 7. Minute in Seitenlange an die Latte knalle. Es folgte die Führung der Heimischen: Dedic war zur Stelle, nachdem ein Freistoß von Florian Rieder von der kurzen Stange ins Spielfeld zurückprallte. Der weitere Verlauf war von Möglichkeiten hüben wie drüben geprägt, wobei die Gäste nach vorne aktiver waren. Gschweidl kam in der 18. Minute nicht zum Ball, ein Hammer von Julian Wießmeier (23.) zog knapp vorbei.

Der zweite Akt begann mit einem Foul von David Schnegg am auffälligen Bajic im Strafraum, den fälligen Elfmeter verwandelte Grüll sicher. Nach dem Tor von Gschweidl traf Bajic von knapp innerhalb des Strafraums mit dem Außenrist sehenswert. In der 63. Minute vergab Stefan Nutz aus kurzer Distanz die Riesenchance auf die endgültige Entscheidung. Doch auch so brachte die Schlussoffensive der Wattener nichts mehr ein. Die letzte Chance ließ Tobias Anselm in der 94. Minute aus.

Ried hatte erst am Dienstag Trainer und Sportchef Gerald Baumgartner beurlaubt. Der 56-Jährige war seit Jänner 2019 im Amt gewesen und hatte den Club heuer zurück ins Oberhaus geführt. Das Innviertler Urgestein Schweitzer rückte kurzfristig von der Rolle des Co-Trainers in die Chefrolle, wird die Kampfmannschaft aber aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit im Winter verlassen.

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