Austria mit fünf Toren nach Pause 5:1-Sieger gegen Altach

20. February 2021 in tipico Bundesliga Wiener holten ersten Heimsieg seit September - Ausgleich durch Fitz aber nach klarer Abseitsstellung

Die Austria hat erstmals seit September einen Heimsieg feiern dürfen. Die Wiener setzten sich nach fünf Toren nach der Pause gegen den SCR Altach mit 5:1 (0:1) durch und hielten ihre Hoffnungen auf einen Platz in der Meisterrunde der Fußball-Bundesliga damit aufrecht. Altach fiel dank des schlechteren Torverhältnisses vorerst wieder hinter die Admira auf den letzten Tabellenrang zurück.

Chinedu Obasi (25.) brachte die Vorarlberger verdient in Führung, die Gäste versäumten es danach, nachzulegen. Die Austria profitierte beim Ausgleich durch Dominik Fitz (46.) von einer Fehlentscheidung der Unparteiischen und vermochte erneut durch Fitz (56.), Christoph Schösswendter (68.) und zweimal Manprit Sarkaria (72., 75.) dann nachzulegen. Emir Karic sah bei Altach im Finish noch Gelb-Rot (89.). Der Rückstand der siebentplatzierten Austria auf den WAC und die WSG Tirol verkürzte sich vor den Sonntag-Spielen damit auf drei Zähler.

Altach setzte in Wien erstmals auf Neven Subotic als Abwehrchef. Der 32-jährige ehemalige Dortmund-Star lieferte bis zu seinem Austausch beim Stand von 1:4 ein unscheinbares Debüt ab. Peter Stöger suchte das Glück in der Offensive. Mit Georg Teigl und Patrick Wimmer liefen zwei offensiv orientierte Außenverteidiger, hinter Rückkehrer Christoph Monschein agierte ein junges Mittelfeld. Verteidiger Erik Palmer-Brown fehlte aufgrund muskulärer Probleme.

Die Austria begann bemüht, Fitz schoss knapp daneben (13.). Wieder fehlte aber vor allem Präzision im Spiel der Hausherren. Altach war gefestigter und fand die Lücken in der gegnerischen Defensive. Ein Einwurf der Wiener misslang, Aljaz Casar fand Daniel Maderner, der alleine vor Patrick Pentz am Austria-Schlussmann scheiterte (23.). Zwei Minuten später war Altachs Führung da. Wimmers Kopfballabwehr fiel zu kurz aus, Maderner brachte den Ball scharf zur Mitte, wo Obasi zur Stelle war.

Völlig unsortierte Austrianer durften sich dann bei Pentz bedanken, dass die Partie nicht schon vor der Pause entschieden war. Der 24-Jährige parierte beim Schluss von Manfred Fischer mit einer sehenswerten Flugeinlage (29.) und machte sich vor dem auf ihn zustürmenden Csaba Bukta (38.) breit. Erst im Finish der ersten Spielhälfte fing sich die Austria wieder, ein Freistoß von Aleksandar Jukic landete an der Lattenoberkante.

Bei immer dichter werdendem Nebel leistete sich das Schiedsrichtertrio dann einen Fauxpas. Beim Pass von Monschein stand Benedikt Pichler im Abseits, Fitz verwertete den Querpass seines Teamkollegen (46.). Altachs Trainer Alex Pastoor ärgerte sich wiederholt an der Seitenlinie und sah Gelb. Der Niederländer sah auch, wie seine Elf die neuerliche Führung haarscharf verpasste. Christoph Schösswendter rettete für den von Bukta geschlagenen Pentz in extremis noch vor der Linie (49.).

Der in der ersten Hälfte noch hadernde Fitz wurde dann zum Matchwinner. Dieses Mal stand Monschein bei einem Sarkaria-Pass nicht im Abseits, Fitz übernahm die Hereingabe, Altachs Martin Kobras war gegen den abgefälschten Schuss chancenlos. Bei der Austria klappte dann alles. Zunächst hatte Schösswendter nach einem Freistoß freie Schussbahn (68.), dann wurde ein eigentlich harmloser Sarkaria-Schuss von Stefan Haudum entscheidend abgefälscht (72.). Beim 5:1 erneut durch Sarkaria verloren die Vorarlberger dann den Ball leichtfertig vor dem Strafraum (75.). Die Austria hatte zuletzt in der 2. Runde gegen Ried zu Hause gewonnen.

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