Die Meilensteine 2021 des Karim Adeyemi

23. Dezember 2021 in ADMIRAL Bundesliga 2021 war das Jahr des Karim Adeyemi. In nur einer Herbstsaison eroberte das Super-Talent von Red Bull Salzburg die Bundesliga – und ganz Europa!

Wenn dieser Tage die Jahresrückblicke über die TV-Bildschirme laufen und die Zeitungsseiten füllen, darf ein Gesicht auf keinen Fall fehlen – jenes von Karim Adeyemi. Es trägt jedes Mal ein breites Grinsen. Der 19-jährige Angreifer von Red Bull Salzburg ist nicht nur eine Frohnatur, er hatte in diesem Jahr auch allen Grund zur Freude. In seiner Durchbruch-Saison setzte er einen Meilenstein nach dem anderen.

Kostproben gefällig?

Am 5. September ist ganz Österreich ein bisschen stolz, dass mit Karim Adeyemi erstmals ein Spieler der ADMIRAL Bundesliga für Deutschland aufläuft – und gegen Armenien auch gleich sein erstes Tor erzielt.

 

Am 22. November gewinnt der Red-Bull-Stürmer als erster Spieler der österreichischen Bundesliga die Online-Wahl zum „Golden Boy“. Die Turiner Sportzeitung „Tuttosport“ ehrt damit den besten U21-Spieler des Jahres in Europa.

 

Am 11. Dezember, dem letzten Spieltag der Herbstsaison, erzielt Adeyemi beim 5:0 gegen die WSG Tirol seinen ersten Hattrick in der ADMIRAL Bundesliga. Mit nunmehr 20 Treffern im Jahr 2021 lässt er noch Patson Daka und Kelvin Yeboah (beide 19 Tore) als bester Torschütze des Jahres hinter sich.

Mit diesen drei Toren nützte er auch seine letzte Chance, bevor er am 18. Jänner seinen 20. Geburtstag feiert, um Roman Wallner als U20-Rekord-Torschützen der Bundesliga abzulösen. Der Ex-Teamstürmer Wallner hatte 21 Bundesliga-Tore als Teenager erzielt. Adeyemi übertraf ihn noch um ein Tor.

Dass Salzburgs Nummer 27 alle drei Tore als Joker erzielte, machte diese nur noch spezieller. In der Geschichte der ADMIRAL Bundesliga hatten das vor Karim Adeyemi nur folgende neun Spieler geschafft:

 

Marc Janko (19. 10. 2008, SCR Altach – RB Salzburg 3:4)

Der Ex-Teamstürmer Ist der einzige Bundesliga-Spieler, der sogar vier Joker-Tore in einem Spiel erzielte! Die hatten die Salzburger Bullen damals auch dringend nötig. Als der heutige Sky-Experte zur Pause eingewechselt wurde, lagen sie in Altach noch 0:2 zurück.

Peter Pacult (2. 5. 1992, FC Tirol – Austria Salzburg 5:0)

Die Bundesliga war beinahe 28 Jahre alt, als Peter Pacult im „West-Derby“ zum ersten Hattrick-Schützen von der Bank avancierte. Und es sollte das einzige Mal bleiben, dass er zwei Elfer in einem Spiel verwertete.

 

Werner Bendekovits (5. 6. 1994, Admira/Wacker – VSE St. Pölten 3:1)

Für den erst 20-jährigen Burgenländer im Admira-Dress waren es in seinem erst dritten Spiel die ersten und letzten Tore, die er in der Bundesliga erzielte. Drei Tage nach seinem lupenreinen Hattrick absolvierte er beim 0:2 zum Saisonfinish in Salzburg noch sein einziges Spiel über 90 Minuten. Danach beendete eine Verletzung die vielversprechende Bundesliga-Karriere.

 

Christophe Lauwers (12. 7. 2000, GAK – SV Ried 0:3)

In seinen ersten 21 Bundesliga-Spielen hatte der Belgier in Diensten der SV Ried nur ein Tor erzielt, im 22. kam er erst nach 60 Minuten ins Spiel – und schoss drei! Damit ist er der am spätesten eingewechselte Spieler der Bundesliga-Geschichte, der noch einen Hattrick schaffte.

 

Christopher Trimmel (2. 8. 2009, SK Rapid – Austria Kärnten 5:1)

Der heutige Kapitän der Union Berlin war im Rapid-Dress der „schnellste eingewechselte Hattrick-Schütze" der Bundesliga. Zwischen seinem Tor zum 3:1 gegen Austria Kärnten und jenem zum 5:1 lagen nur fünf Minuten. Es waren noch dazu die ersten Bundesliga-Tore des Team-Verteidigers!

 

Günter Friesenbichler (18. 8. 2012, FC Wacker Innsbruck – SC Wiener Neustadt 2:3)

Mit 99 Treffern zählt „Friese“ noch heute zu den besten Torjägern in der Geschichte der 2. Liga, in der Bundesliga wurden es in 57 Spielen nur acht Tore. Auf seine drei Joker-Tore in Innsbruck folgten 20 Spiele ohne Treffer – und die Bundesliga-Karriere war zu Ende.

 

Jonatan Soriano (20. 4. 2013, RB Salzburg – WAC 6:2)

Was für ein Tag für Jonatan Soriano! Der Spanier war gerade zum dritten Mal Vater geworden, als er direkt aus dem Kreißsaal in die Red Bull Arena flitzte. Kurz vor der Pause war er da. Und weil es nur 2:2 stand, durfte er auch gleich ran. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff sorgte Salzburgs Rekordtorschütze für das 3:2 – und ließ bis zum Schlusspfiff auch noch das 5:2 und 6:2 folgen.

 

Alan (23. 2. 2014, RB Salzburg – Admira/Wacker 6:1)

Der Brasilianer, der fast Österreicher geworden wäre und heute für das chinesische Nationalteam stürmt, hat in viereinhalb Saisonen nicht weniger als sieben Triplepacks in der Bundesliga erzielt. Der gegen die Admira war der einzige, der ihm nach einer Einwechslung gelang.

 

Sekou Koita (28. 11. 2020, SKN St. Pölten – RB Salzburg 2:8)

6:2, 7:2, 8:2 – nach drei Toren in nur 32 Minuten Spielzeit kann man schon mal feiern. Erst recht, wenn es wie bei Sekou Koita am 21. Geburtstag passierte!

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