Maierhofer über Ü30-Torjäger Pink, Burgstaller und Nuhiu

16. Dezember 2022 in ADMIRAL Bundesliga

Mit Markus Pink, Guido Burgstaller und Atdhe Nuhiu mischen drei Routiniers gerade die Bundesliga-Schützenliste auf – für Stefan Maierhofer kein Zufall. Der immer noch selbst kickende 40-Jährige weiß, was das Erfolgsgeheimnis des Über-30-Trios ist.

Als Spieler kannst du auch im Herbst deinen zweiten Frühling erleben. Frag nach bei Markus Pink (31 Jahre/12 Tore), Guido Burgstaller (33/10 Tore) und Adthe Nuhiu (33/9 Tore). Drei Routiniers in den Top-5 der Torschützenliste, dafür kein Spieler von Tabellenführer Red Bull Salzburg. Ein erstaunliches Phänomen, dem wir mit einem Spieler auf den Grund gehen, der schon mit Pink bei Mattersburg gestürmt hat, sich in England mit Nuhiu duellierte und wie Burgstaller bei Rapid und in Deutschland gespielt hat. Noch dazu war er selbst bei seinem letzten Bundesliga-Tor (für WSG Wattens) bereits 37 Jahre alt. Und: Er läuft bei Krems mit 40 aktuell noch als Spielertrainer aufs Feld (so ihn nicht wie jetzt gerade eine Knieverletzung daran hindert): Stefan Maierhofer. Der „Lange“ weiß, warum Routine für das Trio so wertvoll ist: „Bei Klagenfurt, Rapid und Altach kriegst du als Stürmer nicht so viele Bälle wie bei Salzburg. Da brauchst du die Erfahrung, um zu wissen, wo die Kugel runterkommt und wo du stehen musst.“

 

Guido Burgstaller: „Ohne ihn würde es für Rapid düster aussehen“

Zahlen unterstreichen das. Guido Burgstaller ist der effizienteste Spieler der Liga. Trotz eines Expected Goals Wert von 6,3 hat er 10 Tore geschossen. Heißt: Er hat deutlich öfter eingenetzt als bei der Anzahl an Großchancen zu erwarten war. „Er hat schon letztes Jahr bei St. Pauli unglaublich geknipst. Bei Rapid waren die Erwartungen hoch. Aber die hat er absolut erfüllt. Ohne Burgi vorn drin, würde es für Rapid eher düster ausschauen“, findet Maierhofer. Kein Spieler hatte im Herbst mehr Strafraumaktionen (104): „Ich hab damals auch 85 Prozent meiner Tore mit dem ersten Kontakt in der Box gemacht“, weiß Maierhofer, warum das für die Effizienz ein ausschlaggebender Faktor ist. Seinen bisherigen persönlichen Bundesliga-Bestwert (11 Saisontreffer) wird Burgstaller wohl locker übertreffen.

 

Markus Pink: „War nur eine Frage der Zeit, bis der Knoten platzt.“


Markus Pink spielt mit seinen 12 Toren jetzt bereits die beste Bundesligasaison seiner Karriere und kann seine Qualitäten als Strafraumstürmer heuer bei Austria Klagenfurt voll ausspielen. „Vorher hatte er auch Stationen dabei, wie Mattersburg, Admira und Sturm, wo es nicht immer funktioniert hat. Der Schritt zurück in die 2. Liga hat ihm aber sehr gut getan“, analysiert Maierhofer, der mit Pink bei Mattersburg auflief: „Für mich war es nur eine Frage der Zeit, bis bei ihm endlich einmal der Knoten platzt, weil er eine unheimliche Dynamik, einen sehr guten Abschluss, die Körpergröße und ein sehr gutes Kopfballspiel hat. Er ist einfach ein Profi, hatte immer schon die richtige Einstellung. Jetzt hat er aber einen Lauf, das Vertrauen vom Trainer und wird von seinen Mitspielern gut eingesetzt. Damit greift das jetzt einfach.“ Dass Pink wie einst Maierhofer unter Peter Pacult aufblüht, ist für Maierhofer kein Zufall: „Pacult lässt offensiven Fußball spielen. Das kommt einem Stürmer immer entgegen.“

 

Atdhe Nuhiu: „Setzt sich auch durch, wenn es ruppig wird.“

Und dann ist da noch Atdhe Nuhiu. Der zwei Meter Mann, der mit Maierhofer von der Statur besonders gut vergleichbar ist. „Er hat mit Altach eine Mannschaft, die ihn gut in Szene setzt. Wer fast 300 Spiele in der englischen zweiten Liga gespielt hat, bringt die nötige Erfahrung und Persönlichkeit mit, um seinen Körper gut einzusetzen und sich auch durchzusetzen, wenn es ruppiger zur Sache geht.“ Davon zeugt eine für einen Stürmer (der es ja oft mit mehreren Gegenspielern zu tun hat) sehr starke Zweikampfquote von 47,8 Prozent. Nuhius Durchsetzungskraft wird allerdings von manchen Schiedsrichtern als zu viel des Guten empfunden. Nicht umsonst ist Nuhiu der Spieler, gegen den die meisten Fouls (42) gepfiffen werden. „Bei uns wird im Vergleich zu England kleinlicher gepfiffen. Das ist leider ein Nachteil für einen großen Spieler wie ihn. Mir ist es ganz ähnlich ergangen“, bedauert Maierhofer. „Oft werden Sachen gegen uns ausgelegt, aber wenn wir einstecken, heißts: Na, du bist ja eh 2 Meter groß.“ Immerhin dürfte das Alter dem Ü30-Trio laut Maierhofer noch keine Steine in den Weg legen: „Pepe war bei der WM 39, Modric und Ronaldo 37. Ich spiele mit 40 noch in der Regionalliga. Ich glaube, das ist ganz okay.“

 

 

Nach ihrem Bundesliga-Debut kommen die jungen Spieler auch im Manager-Spiel von Liga-Partner Sorare zum Einsatz. Basierend auf den Leistungen der Spieler auf dem echten grünen Rasen erhalten ihre Online-Manager Punkte und können so wöchentlich Preise gewinnen. Außerdem können die Spielkarten auf dem digitalen Transfermarkt gehandelt, gekauft und wieder verkauft werden.

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