24. Okt. 2026
5:1 gegen Lustenau - Tabellenführer Rapid weiter im "Flow"
Demir traf doppelt nach frühem Doppelschlag durch Kara und Cvetkovic - Neunter Sieg im zehnten Spiel - Zumindest bis Sonntag sechs Punkte vor Salzburg
Neunter Sieg im zehnten Spiel, Rapid ist in der Fußball-Bundesliga weiter im "Flow". Die Hütteldorfer bezwangen Aufsteiger Austria Lustenau am Samstag im Allianz Stadion 5:1 (3:0) und bauten die Tabellenführung auf sechs Punkte aus. Verfolger Salzburg gastiert am Sonntag bei Meister LASK. Ercan Kara (7.), Nenad Cvetkovic (8.), Yusuf Demir (41./Elfmeter, 67.) und Marco Tilio (85.) trafen für die Gastgeber. Haris Ismailcebioglu (60.) gelang das Ehrentor für den Ligazehnten.
Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup schenkte erwartungsgemäß jener Startelf das Vertrauen, die auch zuletzt beim 3:1-Sieg gegen Hartberg begonnen hatte. Und wie gegen die Steirer starteten die Hausherren vor 21.379 Zuschauern nach Maß, obwohl Petter Nosa Dahl bei der ersten Chance noch zu schwach abschloss (4.). Dieser leitete wenig später mit einer Direktweiterleitung auf Kara nach Demir-Zuspiel über die Abwehr die Führung ein. Die Solospitze der Grün-Weißen hatte keine Mühe, zu vollenden. Den Doppelschlag perfekt machte der aufgerückte Cvetkovic, nachdem Tonni Adamsen quergelegt hatte.
Lustenau völlig überfordert
Lustenau war völlig von der Rolle, bekam keinen Zugriff und hatte Glück, dass Rapid im Abschluss bei Chancen von Demir (15.), Kara (22.), Dahl (32.) und Bendeguz Bolla (34.) nicht mehr so effizient wie zuvor war. Erst in der 37. Minute konnte Lustenau einen ersten Offensivakzent setzen, da schoss Danilo Soares drüber. Auf der anderen Seite zappelte der Ball neuerlich im Netz. Nachdem Soares Rapids Kara im Strafraum niedergerissen hatte, verwandelte Demir den verhängten Elfmeter souverän.
Fast im Gegenzug hätten die Rapidler durch ein Geschenk fast noch einmal ein bisschen Spannung in die Partie gebracht. Goalie Niklas Hedl bügelte aber einen Fehler von Serge-Philippe Raux Yao aus. Der hatte im Strafraum leichtfertig den Ball an Lustenaus Toptorschütze Dominik Weixelbraun verloren, von dort kam dieser zu Antonio Verinac, der vergab (43.).
Nach Wiederbeginn behielten die Wiener vorerst die Partie unter Kontrolle, strahlten aber etwas weniger Torgefahr aus. Nach einer Stunde scheiterte zuerst Dahl an Domenik Schierl, ehe Jannes Horn den Nachschuss an die Latte setzte. Lustenau schaltete schnell um und der kurz zuvor eingewechselte Ismailcebioglu schloss einen Konter nach Gmeiner-Steilpass eiskalt ab. Soares vergab die Chance auf den Anschlusstreffer (62.).
Erster Demir-Doppelpack seit April 2021
Die Gastgeber fingen sich aber schnell wieder und machten den Sack endgültig zu. Eine Horn-Flanke köpfelte Demir aus kürzester Distanz über die Linie. Es war sein zweiter Doppelpack im Rapid-Dress nach jenem beim 4:0 gegen WSG Tirol im April 2021. Ein weiterer Kopfball von Kara landete an der Latte (72.). Für den Schlusspunkt sorgte Tilio nach einer gelungenen Umschaltaktion.
Für Rapid war es der sechste Pflichtspielsieg in Folge und eine ideale Generalprobe vor den beiden anstehenden Wiener Derbys. Am Dienstag wartet im Cup-Achtelfinale auf der Hohen Warte Zweitliga-Titelaspirant Vienna, am Sonntag folgt das Liga-Gastspiel beim schwächelnden Erzrivalen Austria. Für Lustenau gab es im dritten Meisterschaftsspiel in Folge keine Punkte, keine guten Aussichten vor dem Cup-Achtelfinale gegen Sturm Graz am Donnerstag.
Text: APA
Foto: GEPA pictures