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08. Aug. 2026

Altach besiegte WSG Tirol nach Rückstand 3:1

Greil mit Doppelpack und Massombo drehten Partie nach früher Balic-Führung - Zurückgenommener WSG-Elfmeter als Aufreger

Der SCR Altach spielt seine Heimstärke in der Fußball-Bundesliga auch in der neuen Saison aus. Die Altacher besiegten die WSG Tirol zum Auftakt der 2. Runde am Freitagabend nach frühem Rückstand zu Hause mit 3:1. Patrick Greil schnürte einen Doppelpack (19., 86.), dazu traf Yann Massombo (56.). Husein Balic hatte die Tiroler in Führung gebracht (13.). Altach bejubelte den ersten Saisonsieg, die WSG hält nach dem 1:1 zum Ligastart gegen Sturm Graz weiter bei einem Punkt.

Beide Teams starteten nach ihren ansprechenden Leistungen in Runde eins vor 5.029 Zuschauern unverändert. Balic schoss nach einem starken Alleingang auf der rechten Seite bereits in der zweiten Minute knapp am langen Eck vorbei. Nach einem Einwurf von Drew Murray, den Marco Boras per Kopf verlängert hatte, war der Liga-Rückkehrer dann mit seinem ersten WSG-Tor zur Stelle. Danach rissen aber die Altacher, die zum Ligaauftakt bei Rapid 0:1 verloren hatten, das Spiel an sich.

Ein Querpass des von Stürmer Ousmane Diawara eingesetzten Niklas Niehoff fand Greil. Altachs Topscorer der Vorsaison erzielte seinen ersten Saisontreffer. Wenig später standen einander nach einer Greil-Flanke möglicherweise aus Abseitsposition Diawara und der einschussbereite Benjamin Böckle im Weg (22.). Auf der Gegenseite überlief Michael Olakigbe zwei Gegenspieler, legte sich den Ball vor Altach-Goalie Dejan Stojanovic aber zu weit vor, anstatt für Balic aufzuspielen (41.).

WSG-Elfmeter zurückgenommen

Nach Seitenwechsel prüfte Niehoff WSG-Goalie Salko Hamzic nach einem Sololauf (55.). Die folgende Unsortiertheit in der Tiroler Hintermannschaft nutzte Massombo nach Zuspiel von Böckle zum 2:1. Filip Milojevic schoss aus kurzer Distanz über das Tor, der Treffer des Altach-Verteidigers hätte wohl aber wegen Abseits nicht gezählt (67.).

Wesentlich strittiger war ein folgender Elfmeter, den Österreichs Top-Schiedsrichter Sebastian Gishamer nach Video-Studium zurücknahm: WSG-Routinier Lukas Hinterseer war im Strafraum zu Boden gegangen, nachdem ihn Altachs Benedikt Zech mit dem Unterarm zurückgehalten hatte. Der unmittelbar daneben stehende Gishamer hatte sofort auf Strafstoß entschieden, der Video-Assistent bat ihn dennoch zum Bildschirm. Die Entscheidung wurde revidiert (72.).

Wirklich nahe kam die WSG dem Ausgleich danach nicht mehr. Stattdessen sorgte Greil für die Entscheidung. Der Offensivmann aus Salzburg spielte auf Massombo, dessen verirrter Ball kam vom eingewechselten Srdan Hrstic zu Greil zurück, der mit einem von David Kubatta abgefälschten Schuss zum Endstand traf. Die WSG ist bereits seit sechs Ligaspielen gegen Altach sieglos. Die Vorarlberger unterstrichen ihre Heimstärke. In der Vorsaison hatten sie in 16 Bundesliga-Heimspielen nur zwei Niederlagen kassiert.

Text: APA
Foto: GEPA pictures