19. Sept. 2026
Austria Wien und GAK konnten nicht nachlegen - 2:2 in Graz
Steirer gaben zweimal Führung aus der Hand - Fischer und Lee K. glichen jeweils aus - Grazer vorerst Sechster, Wiener auf Platz acht
Die Wiener Austria und der GAK haben vor der dreiwöchigen Länderspielpause den zweiten Sieg in Folge in der Fußball-Bundesliga verpasst. Die beiden Traditionsvereine trennten sich am Samstag in Graz mit einem 2:2, wobei die Gastgeber dabei zweimal eine Führung aus der Hand gaben. Sie sind mit acht Punkten nach sieben Runden vorerst Sechster, die achtplatzierten Favoritner haben einen Zähler weniger auf dem Konto. Auf Trainer Stephan Helm kommen deshalb ungemütliche Wochen zu.
Alexander Hofleitner (15.) und Jacob Italiano (55.) bei seinem Comeback in der Startelf nach seiner Verletzungspause sorgten vor 7.524 Zuschauern mit jeweils frühen Treffern vor und nach dem Seitenwechsel für großen Jubel im Stadion Graz-Liebenau. Manfred Fischer (45.) und Lee Kang-hee (81.) bewahrten die Gäste mit jeweils späten Treffern aber vor der fünften Saisonniederlage. Die Grazer sind unter Neo-Trainer Gerald Scheiblehner weiter ungeschlagen, fünf Punkte gab es in drei Spielen. Am 10. Oktober empfängt der GAK Ex-Serienmeister Salzburg, die Austria hat Sturm Graz zu Gast.
GAK mit Start nach Maß
In der ersten Hälfte wurde den Fans vor allem viel Kampf geboten, wobei die Steirer mit 69 Prozent gewonnenen Zweikämpfen vor der Pause dabei Vorteile hatten. Hinzu kam ein Start nach Maß. Hofleitner zog nach einer Drehung von der Strafraumgrenze ab und traf via Innenstange zum dritten Mal in dieser Saison. Sonst hatten die Wiener ein leichtes Chancenübergewicht. Johannes Handl köpfelte vorbei (19.), Kelvin Boateng schupfte GAK-Tormann Cican Stankovic den Ball aus aussichtsreicher Position in die Hände (20.), und ein Buhari-Kopfball fiel zu zentral aus (28.).
Erst kurz vor der Pause gelang der erlösende Ausgleich. Boateng legte im Strafraum zurück auf Fischer, der sich den Ball herrichtete und ins Eck einschoss. Auch nach Wiederbeginn hatten die Grazer den besseren Start. Schon nach wenigen Augenblicken ging ein Michorl-Weitschuss daneben (46.), Möglichkeit Nummer zwei führte zum Erfolg. Eine Lichtenberger-Flanke stoppte sich Italiano herunter und vollendete aus vier Metern.
Die Wiener versuchten eine Reaktion zu zeigen, es dauerte aber bis in die Schlussviertelstunde, ehe das Geschehen noch einmal richtig dramatisch wurde. Eine Freistoßflanke verlängerte Aleksandar Dragovic per Kopf zu Lee K., dessen Direktabnahme am langen Eck für Stankovic unhaltbar war. Die Grazer verarbeiteten den Schock schnell und drückten vehement auf den Siegtreffer. Michael Sollbauer (85.) und Anthony Smits (87.) konnten "Matchbälle" nicht verwerten.
Text: APA
Foto: GEPA pictures