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05. Feb. 2026

Tim Drexler klatscht mit Salzburg Trainer Letsch ab

Demir, Schopp & Co.: Frisches Blut für die Liga

Wenn am Wochenende die ADMIRAL Bundesliga in ihre entscheidende Phase startet, werden auch einige Neuzugänge alles daransetzen, die Ziele ihrer Klubs zu erreichen. Dabei ist es eine illustre Mischung aus Rückkehrern, Nationalspielern und spannenden Talenten, die das Transferfenster, das noch bis Freitag um Mitternacht geöffnet hat, genutzt haben, um in Österreich für Furore zu sorgen. Wir stellen sieben spannende Neuzugänge vor, auf die sich die Fans im Frühjahr freuen können.

Tim Drexler (von Hoffenheim bzw. Nürnberg zu Salzburg)

Tabellenführer Red Bull Salzburg hat sich in der Innenverteidigung mit dem deutschen U21-Nationalspieler Tim Drexler verstärkt – der erste Transfer des neuen Sportchefs Marcus Mann, der im Winter von Hannover 96 abgeworben wurde. „Mit Tim Drexler konnten wir einen talentierten und entwicklungsfähigen Spieler verpflichten, der in seinen jungen Jahren auch schon über einiges an Erfahrung verfügt“, lobt Mann den 20-Jährigen, der bei der TSG Hoffenheim ausgebildet wurde und zuletzt ein Jahr an den Zweitligisten 1. FC Nürnberg verliehen wurde. Dort war er unter Ex-Altach-Coach Miroslav Klose zuletzt unumstrittener Stammspieler. „Ich weiß, dass hier ein intensiver Fußball gespielt wird und da möchte ich schnell Fuß fassen und meine Qualitäten einbringen“, sagt Drexler, der in der Defensive als variabel einsetzbar gilt.

Gizo Mamageishvili (von Iberia 1999 Tiflis zu Sturm Graz)

Nach David Mujiri (2001 bis 2005), Giorgi Shashiasvili (2007 bis 2009), Ilia Kandelaki (2008 bis 2010), Giorgi Popkhadze (2011/12) und Otar Kiteishvili (seit 2018) ist Gizo Mamageishvili der sechste Georgier, der bei Sturm Graz anheuert. Und auch der 23-jährige Mittelfeldspieler hat alle Anlagen, in Liebenau zu einem Publikumsliebling zu werden. Vergangenes Jahr trug er als Kapitän und mit sechs Toren dazu bei, dass Iberia 1999 aus Tiflis seinen Titel verteidigen konnte. „Ich bin ein sehr fleißiger Spieler, der mit viel Herz auftritt und versucht, die Vorgaben des Trainers bestmöglich umzusetzen“, sagt der 15-malige U21-Nationalspieler, der im Trainingslager seinen 23. Geburtstag feierte, über sich selbst.

Xavier Mbuyamba (vom FC Volendam zum LASK)

LASK-Spieler Xavier Mbuyamba

Konstantin Schopp (Leihe von Mainz zum TSV Hartberg)

Der Sohn des zweimaligen Hartberg-Trainers und früheren Nationalspielers Markus Schopp wurde bei dessen früheren Klub Sturm Graz ausgebildet und wagte im Sommer 2025 den Sprung in die deutsche Bundesliga. Doch bei den abstiegsbedrohten Mainzern, die noch dazu einen Trainerwechsel vollziehen mussten, konnte der Innenverteidiger noch nicht Fuß fassen und kam ausschließlich in der Regionalliga Südwest zum Einsatz. „Die Idee, Konstantin ab Winter nochmal Spielpraxis auf einem sehr guten Niveau sammeln zu lassen, hatten wir schon länger im Kopf. Wir freuen uns über die Möglichkeit für ihn, den nächsten Schritt nun beim TSV Hartberg machen zu können“, sagt Niko Bungert, Sportdirektor der 05er, wo Schopp einen Vertrag bis 2029 hat. „Er bringt ein Profil mit, das uns im Kader noch fehlte“, ist sich Erich Korherr, Sportchef des aktuell Tabellen-Vierten, sicher. 

Yusuf Demir (von Galatasaray zu Rapid)

Yusuf Demir im Zweikampf mit Sascha Horvath

Es ist eine spektakuläre Rückholaktion, mit der Rapid einen Tag vor Transferschluss aufwartete. Yusuf Demir, einst als Hütteldorfer Wunderkind gefeiert, kehrt zu den Grün-Weißen zurück. Für seinen letzten Klub Galatasaray Istanbul absolvierte der mittlerweile 22-Jährige in dreieinhalb Jahren 26 Spiele, in denen ihm zwei Treffer (im Cup) gelangen. „Ich habe bei meinem Transfer zu Galatasaray gesagt, dass ich immer Rapidler bleiben werde und das mit voller Überzeugung. Ich habe den Klub immer intensiv verfolgt und freue mich, dass ich nun noch einmal die Chance erhalte, für meinen Verein spielen zu dürfen.“ Und das vielleicht sogar mit seinem Bruder Furkan zusammen, der in dieser Saison bereits zwölf Mal für die Grün-Weißen zum Einsatz kam. Sportchef Markus Katzer ist jedenfalls überzeugt: „Die Rückkehr von 'Yusi' ist nicht nur für uns eine gute Lösung, sondern auch für den Spieler die beste Möglichkeit, wieder zu alter Stärke zurückzufinden.“

Mathias Olesen (Leihe von Greuther Fürth zum GAK)

Mit vier Neuzugängen hat der GAK das Winter-Transferfenster ordentlich genutzt. Einer der Geholten: Mathias Olesen, der beim abstiegsbedrohten Zweitligisten Greuther Fürth zuletzt seinen Stammplatz verloren hat und bis Saisonende ausgeliehen wurde. Der 24-Jährige ist bereits 36-facher Nationalspieler Liuxemburgs und gehörte zu der Mannschaft, die in der abgelaufenen WM-Qualifikation das Team Deutschlands an den Rand einer Blamage brachte. „Mathias ist ein echter Stabilisator vor der Abwehr. Ein sehr intelligenter Spieler mit viel Erfahrung in wichtigen Spielen trotz seines Alters. Ich bin sicher, dass er uns auch als Typ verbessert“, ist Sportchef Tino Wawra überzeugt.

Nico Mantl (Leihe vom FC Arouca zu Blau-Weiß Linz)

Es gibt Transfers, die aus einer Notsituation heraus entstehen. Der des deutschen Tormanns Nico Mantl zu Blau-Weiß Linz ist so einer. Weil sich Stammkeeper Viktor Baier einen Riss der Achillessehne zuzog, musste das Tabellen-Schlusslicht auf der Torhüterposition handeln. Und eiste einen alten Bekannten aus Portugal los. Denn Nico Mantl stand zwischen Jänner 2021 und Sommer 2024 bei Red Bull Salzburg unter Vertrag und absolvierte als Backup in Pokal und Liga elf Einsätze für die Bullen. „Nico hat trotz seines jungen Alters schon jede Menge Erfahrung in unterschiedlichen Ligen sammeln können und kennt zudem die österreichische Bundesliga sehr gut. Neben seinen unbestrittenen Fähigkeiten verfügt er über eine richtig gute Mentalität und Präsenz“, lobt Sportdirektor Christoph Schößwendter den 25-Jährigen.

Text: Markus Geisler
Fotos: GEPA pictures, FC Red Bull Salzburg