09. Sept. 2026

Die 6 vielversprechendsten Transfers von der 2. Liga in die ADMIRAL Bundesliga
Nach 120 Neuzugängen ist am vergangenen Donnerstag das Sommer-Transferfenster in der ADMIRAL Bundesliga zugegangen. Genau ein Fünftel davon, also 24 Spieler, haben den Transfer aus der 2. Liga in die höchste Spielklasse geschafft. Die sechs vielversprechendsten von ihnen nimmt bundesliga.at unter die Lupe.
Die ADMIRAL 2. Liga hat auch in diesem Sommer ihre Rolle als wichtige Entwicklungsplattform für junge Talente bestätigt. Von den 24 Spielern, die den Sprung aus der zweithöchsten Spielklasse in die ADMIRAL Bundesliga geschafft haben, besitzen 22 die österreichische Staatsbürgerschaft. Das Durchschnittsalter dieser Spieler liegt bei 21,4 Jahren. Die hoffnungsvollsten von ihnen sind …
Marc Striednig (20, WSG Tirol)
„Marc ist ein spielstarker Sechser, der fast ein wenig untypisch für die Red-Bull-Ausbildung ist“, beschreibt WSG-Trainer Philipp Semlic den 20-jährigen Salzburger, der nicht nur gegen den Ball arbeiten, sondern auch mit dem Spielgerät etwas anfangen kann. Beim FC Liefering schoss Striednig in 33 Zweitliga-Spielen zwei Tore, in der Youth League steuerte er vor zwei Jahren ein Tor zum 3:2-Sieg bei Sparta Prag bei und in der Bundesliga hat der schmächtige Bursche nur drei Einsätze gebraucht, um beim 4:0-Sieg gegen Austria Lustenau sein Premieren-Tor zu erzielen. "Er ist ein hochintelligenter Bursche, der bei uns die nächsten Schritte gehen wird“, ist Semlic überzeugt, dass Tirol nicht die letzte Station des U19-Nationalspielers bleibt, der auch bereits zum erweiterten Kreis der U21-Auswahl gehört.
Salko Hamzic (19, WSG Tirol)
Ebenfalls aus dem Stall des FC Liefering ist der noch 19-jährige Torhüter Salko Hamzic nach Wattens gewechselt. „Nach den guten Erfahrungen, die wir mit Adam Stejskal gemacht haben, war es fast logisch, dass wir wieder einem jungen Torhüter aus der Red-Bull-Akademie die Chance geben wollen“, gibt Philipp Semlic Einblick, wie die WSG auf den jungen Salzburger gekommen ist. „Die Red-Bull-Torhüter sind gut ausgebildet und bringen schon viel Überzeugung im Spiel mit“, wurde Semlic bisher nicht enttäuscht. In seinen ersten fünf Bundesliga-Spielen hielt Hamzic zweimal die Null. "Natürlich wird er auch noch Fehler machen, aber das darf er bei der WSG auch.“ Erst vor wenigen Tagen hat der ehemalige ÖFB-U19-Teamkeeper mit bosnischen Wurzeln den Verband gewechselt. Den in der Generali Arena anwesenden bosnischen Teamchef Sergej Barbarez hat er mit einer tadellosen Leistung beim 1:0-Sieg der Tiroler derart überzeugt, dass dieser ihn gleich für die Nations-League-Spiele gegen Polen und Rumänien einberufen hat.
Niklas Pertlwieser (22, Austria Lustenau)
„Wir haben ganz genau geschaut, welche Spieler in der 2. Liga besonders gut performen und einen wichtigen Teil ihrer Mannschaft ausmachen", erklärt Markus Mader die Vorgehensweise der Austria Lustenau auf dem Transfermarkt. „Niklas war im Defensivbereich des SKU Amstetten eine Bank und damit einer der Hauptgründe, weshalb die Niederösterreicher so gut performt haben“, ist der erfahrene Trainer froh, den 22-jährigen Kärntner für sein Abwehrzentrum gewonnen zu haben. "Er ist mit seinem starken linken Fuß die ideale Ergänzung zu unserem Robin Voisine“, stellte Mader seine Neuerwerbung gleich in die Startelf. Mit der Bezeichnung Stammspieler ist der Lustenau-Trainer dennoch vorsichtig. "Er ist ein junger Spieler, der seine Höhen und Tiefen haben wird. Wir werden schon immer auch auf die aktuelle Form schauen, wer spielt.“
Lord Afrifa (20, Austria Lustenau)
Manchmal muss man auch mt der Nase auf sein Glück gestoßen werden. Das war bei Lord Afrifa der Fall. „Den hat uns Max Hagmayr empfohlen, zu dem wir einen guten Draht haben“, erzählt Markus Mader freimütig. „Bei Sturm war er ein junger Spieler ohne Chance auf die erste Mannschaft, und weil wir ohnehin zu wenige Box-to-Box-Spieler haben, haben wir ihn als Entwicklungsspieler dazugenommen." Dass der 20-jährige Ghanaer dann gleich in allen bisher fünf Bundesligaspielen in der Startelf stehen würde, „hat uns selbst überrascht", so Mader. „Er hat es bisher sehr gut gemacht, das einzige, was noch fehlt, sind mehr Torabschlüsse. Das ist der nächste Schritt, aber den trauen wir ihm auch zu.“ Und dann, ist der Austria-Trainer zuversichtlich, "kann er im zweiten Jahr richtig explodieren.“
Marco Schabauer (20, WAC)
Thomas Silberberger ist ein Trainer, der gerne mit Spielern zusammenarbeitet, die er schon kennt. Im Sommer hat er gleich vier Spieler ins Lavanttal geholt, mit denen er bereits auf früheren Stationen gute Erfahrungen gemacht hat: Raffael Behounek, Giacomo Vrioni, Aaron Sky Schwarz - und Marco Schabauer. Letzterer war noch 18 und gerade erst von den OÖ Amateuren aus der Regionalliga gekommen, als ihm der Tiroler bei der Admira zum Zweitliga-Debüt verhalf. Eineinhalb Jahre später hat der Niederösterreicher auch schon vier Bundesliga-Spiele in den Beinen. „Er ist ein spannender junger Spieler, dem ich zutraue, dass er auch in der Bundesliga seinen Weg macht“, hält Silberberger viel von seinem jungen Rechtsaußen. Ein Doppelpack im Cup beim 5:1 in Lauterach gibt ihm recht.
Philipp Verhounig (20, WAC)
Der Kärntner, der nach seiner Ausbildung in Salzburg in seine Heimat zurückgekehrt ist, gilt spätestens seit der Saison 2024/25 als Österreichs nächste große Stürmerhoffnung. Damals ließ er in Salzburgs Youth-League-Team mit Doppelpacks gegen Stade Brest, Dinamo Zagreb, Feyenoord und Paris St.-Germain aufhorchen, die ihm die Torjägerkrone in diesem Bewerb einbrachten. In Liefering, wo er bereits mit 17 in der 2. Liga debütiert hat, erzielte Verhounig in 63 Spielen 23 Tore, 13 davon in der vergangenen Saison. „Er hat noch überall seine Tore geschossen", ist Thomas Silberberger von seiner jungen Neuerwerbung überzeugt, auch wenn es in den ersten vier Spielen noch nicht mit einem Treffer geklappt hat. Nicht umsonst hat sich Red Bull Salzburg eine Rückkaufoption gesichert.