31. Okt. 2026
LASK bleibt an Spitzenduo dran - 2:1-Heimsieg über WSG Tirol
Wattener führten nach Jungwirth-Patzer, doch Schöpf und Ljubicic sorgten noch für drei Punkte
Der LASK bleibt in der Fußball-Bundesliga auf Tuchfühlung mit dem Spitzenduo. Der Titelverteidiger feierte am Samstag einen 2:1-Heimsieg über die WSG Tirol und liegt damit als Tabellendritter vorerst zwei Punkte hinter Red Bull Salzburg und fünf Zähler hinter Rapid. Alessandro Schöpf (23.) und Robert Ljubicic (48.) drehten einen Rückstand durch Moritz Wels (16.) zum zweiten Meisterschaftssieg der Linzer aus den jüngsten sechs Runden.
Schöpf gab vor 12.255 Fans bereits in der zweiten Minute den ersten Warnschuss ab, zielte aber aus rund 20 Metern deutlich über die Latte. Die Führung der Gäste entsprang einem Patzer von LASK-Goalie Lukas Jungwirth. Der ÖFB-Keeper nahm einen weiten Freistoß-Abschlag aus der WSG-Hälfte außerhalb des Strafraums mit der Brust an und ließ sich dann den Ball von Wels abluchsen, der aus nicht einfacher Position ins leere Tor traf.
Das Gegentor war ein Weckruf für die Oberösterreicher, die ab diesem Zeitpunkt großen Druck ausübten. Daniel Elfadli traf die Stange (18.), ehe Schöpf mit einer sehenswerten Einzelaktion auf 1:1 stellte. Der Mittelfeldspieler versetzte Drew Murray und schloss mit einem wuchtigen Schuss ins kurze Eck ab.
Schiedsrichter Ciochirca im Finish der ersten Hälfte im Mittelpunkt
Danach schalteten die Hausherren, bei denen Sasa Kalajdzic und zunächst auch Sascha Horvath im Hinblick auf das Champions-League-Heimspiel am Dienstag gegen Slovan Bratislava geschont wurden, wieder einen Gang zurück. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Teams noch vor der Pause mit Schiedsrichterentscheidungen haderten. Ein WSG-Treffer von Nikolai Baden Frederiksen wurde wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung des Stürmers aberkannt (34.), ebenso wie ein LASK-Tor von Florian Flecker (44.). Nach Ansicht von Referee Christian-Petru Ciochirca hatte Flecker zuvor ein Foul an Moritz Oswald begangen.
Spätestens drei Minuten nach Wiederanpfiff war der Linzer Ärger über diesen Pfiff verraucht. Aus einem Corner für die Tiroler entstand eine Drei-gegen-Eins-Kontersituation für die Hausherren. Samuel Adeniran legte uneigennützig für Ljubicic ab, der ins leere Tor vollendete. Proteste der Tiroler, wonach es in der Entstehung ein Handspiel von Adeniran gegeben habe, blieben folgenlos.
Die WSG kam dem Ausgleich in der 64. Minute nahe. Wels schien schon an Jungwirth vorbei zu sein, doch der LASK-Tormann verhinderte gemeinsam mit Xavier Mbuyamba gerade noch das Gegentor (64.). In der Folge ließen die Oberösterreicher durch Adeniran (68.) und Moses Usor (78.) vielversprechende Gelegenheiten ungenutzt. Die WSG-Bemühungen im Finish um den Ausgleich brachten keinen Erfolg.
Text: APA
Foto: GEPA pictures