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10. Mai 2026

LASK-Spieler Jörgensen jubelt

LASK greift nach 2:1 gegen Salzburg nach Meistertitel

Linzer gewannen Meistergruppen-Schlager durch Tore von Adeniran (33.) und Jörgensen (36.) - Kühbauer-Truppe reicht Remis in der letzten Runde bei der Austria - Salzburg aus dem Titelrennen

Der LASK hat den ersten Meister-Matchball in der Fußball-Bundesliga trotz eines Heimsieges gegen Salzburg nicht verwertet, das erste Double seit 61 Jahren aber weiter in der eigenen Hand. Mit einem verdienten 2:1 (2:0) im Meistergruppen-Schlager gegen die "Bullen" verteidigten die Linzer am Sonntag die Tabellenführung. Da Verfolger Sturm Graz in Hartberg ebenfalls gewann, ist die Titelentscheidung auf die letzte Runde vertagt. Bei der Wiener Austria reicht dem LASK ein Remis.

Vor 19.000 Zuschauern in Linz brachten Samuel Adeniran (33.) und Kasper Jörgensen (36.) die Mannschaft von Erfolgstrainer Dietmar Kühbauer auf die Siegerstraße. Der Anschlusstreffer von "Joker" Karim Konate (87.) kam für die Salzburger zu spät. In der Tabelle liegt der Cupsieger weiter zwei Punkte vor dem Titelverteidiger aus der Steiermark, der sich im Steiermark-Duell mit 4:2 durchsetzte und zum Saisonabschluss am kommenden Sonntag (alle 14.30 Uhr) zuhause auf Rapid trifft. Bei Punktegleichheit wird der LASK vorgereiht. Ligakrösus Salzburg hingegen ist aus dem Meisterrennen, die Truppe von Trainer Daniel Beichler kämpft nur mehr um den dritten Tabellenplatz.

LASK wollte sich Wunschtraum erfüllen

Für den LASK war das Motto im letzten Heimspiel der Saison klar: gewinnen und sich möglichst den langersehnten Wunschtraum vom zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte erfüllen. Die Linzer Fankurve feuerte die Kühbauer-Elf lautstark an und präsentierte einen goldenen Meisterteller aus Pappe mit LASK-Wappen - das Original war ebenfalls vor Ort. Die Anfangsphase gehörte allerdings den Gästen aus der Mozartstadt, die ohne den an der Wade verletzt fehlenden Kapitän Mads Bistrup auskommen mussten.

Yorbe Vertessen fand nach einer Viertelstunde die bis dahin beste Chance vor, der Torjäger brachte eine Lainer-Flanke per Kopf aus vier Metern aber nicht mehr gefährlich aufs Tor. Der LASK versuchte es wie gewohnt mit schnellen Gegenstößen und wurde durch Sascha Horvath (23.) erstmals gefährlich. Nach einem Eckball musste sich RB-Tormann Alexander Schlager bei einem Schuss von Modou Cisse auszeichnen (26.). In einer flotten Begegnung ging es nun hin und her, der freistehende Vertessen schoss nach einem Corner aus spitzem Winkel drüber (28.).

LASK effizient, Salzburg vergab Chancen

Während Verfolger Sturm in Hartberg auf 3:1 davonzog, untermauerte der LASK mit eigenen Toren seine Titel-Ambitionen. Erst köpfelte Adeniran nach einem langen Einwurf wuchtig und unhaltbar ins rechte Eck zu seinem neunten Saisontor ein, drei Minuten später herrschte erneut Euphorie in der ausverkauften Arena. Ein abgefälschter Schuss von Andrade knallte an die Latte, den Abpraller versenkte Jörgensen aus kurzer Distanz im langen Kreuzeck.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Schwarz-Weißen in der Defensive nur wenig anbrennen. Eine Stunde war gespielt, als es für die Linzer einen Wermutstropfen gab: Topscorer Usor musste verletzt vom Rasen und mit der Trage aus dem Stadion gefahren werden. Bei Salzburg zeigte indes die Einwechslung von Kerim Alajbegovic Wirkung, der Bosnier zirkelte einen Distanzschuss nur knapp am langen Eck vorbei (70.). Kurz darauf war "Joker" Edmund Baidoo noch näher am Anschlusstreffer dran, der "Joker" traf aus fünf Metern nur die Unterlatte (74.).

In der 87. Minute machte es Salzburg dann doch wieder spannend. Die Beichler-Elf traf so wie beim Führungstreffer der Linzer aus einem per Kopf verlängerten langen Einwurf, Konate köpfelte unhaltbar ein. Die Stimmung im Stadion erlebte aber schon davor einen minimalen Dämpfer, nachdem Sturm das 4:2 gelungen war. Nach dem Schlusspfiff gab es von den LASK-Fans trotzdem einen kollektiven Jubelschrei und Standing Ovations.

Text: APA

Foto: GEPA pictures