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04. Mai 2026

LASK-Stürmer Adeniran jubelt

LASK nach 3:1-Heimsieg über Rapid auf Doublekurs

Horvath, Adeniran und Usor drehten Rückstand durch Antiste - Linzern reichen nun vier Punkte aus letzten zwei Runden

Der LASK ist dem Doublegewinn einen großen Schritt näher gekommen. Der frisch gebackene Cupsieger verwandelte am Montag im Heimspiel gegen Rapid ein 0:1 in einen 3:1-Heimsieg, liegt damit zwei Runden vor Schluss in der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga zwei Punkte vor Sturm Graz und würde schon am Sonntag den Titel fixieren, sollte man daheim gegen Salzburg mehr Zähler holen als Sturm in Hartberg. Die viertplatzierten Rapidler hingegen können nicht mehr Meister werden.

Janis Antiste hatte die Hütteldorfer in Führung gebracht (12.), doch die Oberösterreicher legten nach dem Seitenwechsel eine klare Steigerung hin und sorgten vor 16.289 Fans dank Treffern von Sascha Horvath (52.), Samuel Adeniran (63./Elfmeter) und "Joker" Moses Usor (75.) noch für die Wende.

LASK-Trainer Dietmar Kühbauer hatte im Vergleich zum Cupfinale gegen Altach am Freitag nur eine Änderung - Krystof Danek für Usor - vorgenommen. Seiner Truppe steckten die 120 Minute von Klagenfurt zumindest in der Anfangsphase noch sichtlich in den Knochen, denn Rapid übernahm sofort das Kommando. Ein Treffer von Petter Nosa Dahl wurde wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung des Norwegers aberkannt (4).

Rapids verdiente Führung durch Antiste

Acht Minuten später schlug Bendeguz Bolla eine weite Flanke auf Kara, der mit dem Kopf auf Antiste verlängerte, und der Franzose vollendete per Direktabnahme. Erst danach fand der LASK besser in die Partie, blieb aber weitgehend ungefährlich - bis Adeniran eine scharfe Hereingabe von Danek aus kurzer Distanz über das Tor köpfelte (39.).

Die zweite Hälfte begann mit einer Topchance für Rapid. Ercan Kara setzte sich auf der rechten Seite durch, seinen Stanglpass verfehlte Dahl um Zentimeter (46.). Der LASK antwortete mit einem Fehlschuss von Sasa Kalajdzic aus spitzem Winkel (51.) und wenige Sekunden später mit dem 1:1. Nach einem Doppelpass mit Kalajdzic traf Horvath mit einem überlegten Flachschuss. In der 55. Minute setzte Kasper Jörgensen den Ball ans Außennetz, auf der Gegenseite verfehlte Kara knapp das Ziel (59.).

Unmittelbar darauf kam Kalajdzic nach einem Zweikampf mit Serge-Philippe Raux-Yao im Sechzehner zu Fall, Schiedsrichter Alexander Harkam entschied auf Strafstoß. Der ÖFB-Teamstürmer schnappte sich zunächst den Ball, überließ ihn dann aber Adeniran, der flach ins rechte Eck einschoss. Der LASK hielt nun die Zügel in der Hand, daran änderten auch Rapids Einwechslungen von Yusuf Demir, Andreas Weimann und Nikolaus Wurmbrand nichts.

Entscheidung durch "Joker" Usor

Die Entscheidung folgte aus einer Standardsituation. Der LASK kombinierte sich nach einem Corner mühelos durch den Strafraum und der kurz zuvor eingewechselte Usor überwand Rapid-Goalie Niklas Hedl mit einem Abschluss ins kurze Eck. Rapid konnte nicht mehr zusetzen und muss damit weiter auf den ersten Titel seit 2008 warten. In der hektischen Schlussphase sah Matthias Seidl wegen eines rüden Fouls an Melayro Bogarde die Rote Karte (97.) und fehlt nun zumindest im Heimderby am kommenden Sonntag gegen die Austria.

Text: APA

Foto: GEPA pictures