14. Okt. 2026
Niederlage für den LASK - Reds siegten in Linz 6:3
Erster Champions-League-Heimauftritt für Linzer
Der LASK ist im ersten Champions-League-Heimspiel der Clubgeschichte von einer Überraschung gegen Liverpool weit entfernt geblieben. Der sechsfache Bewerbsieger siegte in der Linzer Arena klar 6:3 (3:0). Ein Doppelschlag durch Ronald Araujo und Bradley Barcola in der 22. und 24. Minute brachte den Favoriten auf Kurs. Barcola schoss noch zwei weitere Tore (37., 66.). Für den LASK traf Robert Ljubicic (63.) zum 1:4, Florian Flecker (74., 78.) betrieb am Ende Resultatskosmetik.
Für Liverpool trafen auch Jeremie Frimpong (51.) und Lewis Koumas (72.). Der englische Traditionsclub feierte einen in dieser Höhe auch verdienten Sieg. Weiter geht es für den nun bei fünf Pflichtspielen ohne Sieg haltenden LASK in der Königsklasse bereits am kommenden Donnerstag. Österreichs Doublesieger gastiert in der dritten Runde in Lissabon bei Sporting.
Der LASK hatte ein Heimspiel im höchsten Europacup-Bewerb zuletzt im September 1965 bestritten. Hieß damals der Gegner Gornik Zabrze, war 61 Jahre später mit Liverpool ein deutlich klingenderer Name zu Gast. Die unter Andoni Iraola in der Premier League bisher unter den Erwartungen agierenden Reds liefen ohne ihre Offensivstars Alexander Isak und Cody Gakpo sowie den ebenfalls verletzten Antreiber Dominik Szoboszlai ein. Geschont wurden Kapitän Virgil van Dijk oder Vizeweltmeister Alexis Mac Allister.
LASK in Rot, Liverpool dominiert
Beim in den roten Trikots spielenden LASK fehlte Sascha Horvath wegen Oberschenkelproblemen. Sasa Kalajdzic saß nur auf der Bank. Vorne sollte Samuel Adeniran seine Physis ausspielen. Der US-Stürmer agierte oft als Solospitze, defensiv stellte sich die Kühbauer-Elf in einer Fünferkette auf. Über Kasper Jörgensen strahlten die Linzer in der Anfangsphase auch kurz Gefahr aus, danach war aber Liverpool nicht nur bei einer Chance von Florian Wirtz am Drücker. Die Gäste agierten - und schlugen im Doppelpack zu.
Der ehemalige Barcelona-Verteidiger Araujo verschaffte sich bei einem Eckball Platz und ließ Lukas Jungwirth per Kopf keine Chance. Dann war der 18-jährige Rio Ngumoha im Dribbling nicht zu bändigen, Barcola verwertete gegen eine unsortierte Linzer Hintermannschaft. Der für bis zu 145 Millionen Euro von Paris Saint-Germain nach England gewechselte französische Teamstürmer war insgesamt kaum zu bändigen. Der LASK wankte gehörig, das 0:3 lag in der Luft. Ein Treffer von Koumas wurde wegen Abseits aberkannt, dann traf Ryan Gravenberch die Innenstange.
Barcola nicht zu bändigen
Nach einem offensiven Lebenszeichen der Linzer durch Christoph Lang folgte prompt Liverpools dritter Streich. Wirtz fand Barcola, der seine Klasse bei Ballannahme und Abschluss erneut zeigte. Die knapp 19.000 in der Arena sahen in den ersten 45 Minuten 17 Schüsse der Reds Richtung LASK-Gehäuse. Adeniran und Co. mussten in der Halbzeit einmal gehörig durchatmen.
Anstelle von Jörgensen sollte Flecker nach der Pause die Kreise von Barcola stören. Erneut schoss Lang am Eck vorbei (49.), erneut jubelten kurz darauf die Engländer. Rechtsverteidiger Frimpong war per Kopf der Torschütze. Liverpools Keeper Alisson Becker musste erstmals nach einer Stunde bei einem Schuss von Krystof Danek abtauchen. Kühbauer brachte kurz darauf Ljubicic. Der Mittelfeldmann war keine halbe Minute dabei, als er nach einem Konter ins kurze Eck verwertete.
Flecker sorgt für versöhnlichen Abschluss
Der LASK fasste neuen Mut. Liverpool antwortete jedoch im Stil eines Klasseteams. Ngumoha war wieder nicht zu kontrollieren, Frimpongs Querpass beförderte Barcola ins leere Tor. Das halbe Dutzend machte Koumas voll, nachdem Frimpong schneller als Lang am Ball war. Die Heimfans jubelten dennoch ausgelassen, als Flecker nach Vorarbeit des eingewechselten Kalajdzic und Yvan Dibango einköpfelte. Der 30-Jährige legte per Halbvolley erneut nach Dibangos Hereingabe sogar noch nach.
Text: APA
Foto: GEPA pictures