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22. März 2026

Rapid Spieler Bendeguz Bolla und Jannis Horn jubeln

Rapid nach 4:2-Sieg gegen den LASK Bundesliga-Zweiter

Wiener nur noch einen Punkt hinter Tabellenführer Sturm - Linzer nur noch Fünfter - Gelungene Revanche für verlorene Saisonduelle - Außenverteidiger Bolla Doppel-Torschütze

Rapid ist in der Fußball-Bundesliga vor der Länderspielpause zum ersten Verfolger von Sturm Graz aufgestiegen. Die Hütteldorfer setzten sich am Sonntag vor 13.591 Zuschauern im Allianz Stadion gegen Cup-Finalist LASK 4:2 (2:1) durch, gewannen damit auch das zweite Spiel der Meistergruppe und rückten bis auf einen Zähler an den Tabellenführer heran. Die "oben" weiter sieglosen Linzer rutschten mit einem Rückstand von vier Zählern auf den Spitzenreiter auf Platz fünf zurück.

Die Linzer blieben trotz eines Blitztors von Samuel Adeniran nach 30 Sekunden ohne Zählbarem. Jakob Schöller (3.) und Bendeguz Bolla (33.) drehten die Partie noch vor dem Seitenwechsel. Der Ungar fixierte in der Folge mit einem verwandelten Elfmeter (65.) noch einen Doppelpack. Matthias Seidl (85.) machte nach dem Anschlusstreffer von Moses Usor (79.) alles klar. Damit gelang den Hütteldorfern die Revanche für die beiden Saisonniederlagen gegen die Truppe von Trainer Dietmar Kühbauer im Grunddurchgang (0:3,0:2).

Kaum Rotation beim LASK

Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup nahm im Vergleich zum 1:0 in Salzburg nur eine Änderung vor, Janis Antiste kam in der offensiven Dreierreihe zum Zug, dafür blieb Defensivspieler Lukas Grgic vorerst auf der Bank. Bei den Gästen gab es nach dem am Mittwoch in Ried mit 2:1 nach Verlängerung fixierten Einzug ins Cup-Endspiel nur eine ganz leichte Rotation. Usor stürmte anstelle von Sasa Kalajdzic, Lukas Kacavenda ersetzte den angeschlagenen Mittelfeldmotor Sascha Horvath.

Für die Gastgeber hätte die Partie nicht schlechter beginnen können. Nenad Cvetkovic spielte nicht ideal auf seinen Abwehrkollegen Serge-Philippe Raux-Yao, der den Ball an Adeniran verlor, und der LASK-Angreifer verwertete eiskalt. Doch auch die Linzer verteilten früh ein Geschenk. Nach einem Seidl-Eckball wurde Schöller am langen Eck völlig allein gelassen und konnte einköpfeln. Den Schwung nahmen die Heimischen mit, sie ließen den Ball wie gewohnt in den eigenen Reihen laufen und warteten geduldig auf Momente, um sich nach vorne zu kombinieren.

Perfekte Kombination führte zum 2:1

Das gelang in der 18. Minute erstmals, Nikolaus Wurmbrand lief alleine auf Lukas Jungwirth zu, scheiterte aber am LASK-Tormann. Bei der zweiten sehr ansehnlich herausgespielten Aktion passte auch der Abschluss. Jannes Horn spielte in einer Kombination zweier Außenverteidiger ideal quer auf Bolla, der im Stile eines Goalgetters aus kurzer Distanz einschoss. Kurz vor der Pause lag noch ein dritter Treffer in der Luft, nach schöner Wurmbrand-Vorarbeit fiel ein Weimann-Kopfball zu schwach aus (44.). Die Linzer blieben vieles schuldig, waren nur bei einem Usor-Schuss gefährlich (22.).

Auch nach dem Seitenwechsel konnten die Oberösterreicher wohl auch aufgrund der intensiven Mittwochpartie nicht zulegen. Rapid kontrollierte das Geschehen vor einem aufgrund der neuerlichen Teilstadionsperre leeren Block West und legte nach. Joao Tornich bekam bei einer Flanke im Strafraum den Ball an die Hand, Bolla schnappte sich diesen sehr zum Ärger von Teamkollege Antiste, verwertete den Elfmeter aber ganz sicher. Der LASK kam aus dem Nichts zum Anschlusstor, da die Rapid-Abwehr nach einer von Adeniran verlängerten Andrade-Flanke auf Usor vergaß.

Rapid nun gegen Sturm um Platz eins

Der vierte Rapid-Sieg in den jüngsten fünf Runden geriet aber nicht mehr in Gefahr, da Seidl überlegt ins Eck einschoss, mithilfe von Weimann, der gekonnt über den Ball drüberstieg. Für die gerade noch ins "obere Play-off" gerutschten Hütteldorfer bietet sich nun am 5. April die Chance, die Tabellenführung aus eigener Kraft im Heimspiel gegen Sturm zu erobern. Der LASK bekommt es am selben Tag mit dem Dritten Austria Wien zu tun.

Text: APA
Foto: GEPA pictures