02. Mai 2026
Ried fixierte mit 2:0-Derbysieg gegen BW Linz Klassenerhalt
Bajic und Mutandwa trafen beim vierten Heimsieg in Folge - Europacup-Play-off zum Greifen nah - BW Linz weiter in großer Abstiegsgefahr
Die SV Ried hat sich in der Fußball-Bundesliga vorzeitig den Klassenerhalt gesichert und einen großen Schritt Richtung Europacup-Play-off gemacht. Die Innviertler bezwangen Blau-Weiß Linz in einem packenden Oberösterreich-Derby 2:0 (1:0). Ante Bajic (29.) und Kingstone Mutandwa (81./Foulelfmeter) trafen beim vierten Heimsieg in Folge. Damit liegen die Rieder fünf Punkte vor den ersten Verfolgern Altach, WSG Tirol und GAK.
Deutlich angespannter ist die Situation bei Blau-Weiß. Die Linzer konnten nach zuletzt zwei überzeugenden 3:0-Siegen nichts Zählbares aus dem Innviertel entführen. Sollte der WAC (19 Punkte) am Montag in Altach gewinnen, würde die rote Laterne wieder nach Linz (20 Punkte) wandern.
Hohes Tempo, viele Chancen
Die 6.328 Zuschauer bekamen im Innviertel eine hochintensiv geführte, mit vielen Chancen gespickte erste Hälfte zu sehen. Bei einem Stangentreffer von Rieds Bajic fehlten Zentimeter (10.), Mutandwa vergab alleine auf BW-Tormann Nico Mantl zulaufend (13.). Auch Blau-Weiß lechzte nach der Führung. Routinier Ronivaldo prüfte Andreas Leitner mit einem ansatzlosen Distanzschuss (17.), Shon Weissman verzog volley nur knapp (21.).
Es folgte der erste große Aufreger dieses Nachmittags. Fabio Varesi-Strauss brachte Bajic im Strafraum zu Fall, trotz VAR-Studium entschied sich Schiedsrichter Arnes Talic gegen einen Elfmeter (23.). Der Unmut der Ried-Fans hielt jedoch nur kurz an. Nach einem Fehlpass von Manuel Maranda blieb Bajic diesmal eiskalt und versenkte den Ball im linken unteren Eck. Auch nach der Führung ging es munter hin und her. Kurz vor der Pause zog Weissman abermals volley ab und zirkelte den Ball an die Oberkante der Latte (41.).
Elfmeter brachte Entscheidung
Nach Seitenwechsel drückte zunächst Blau-Weiß auf den Ausgleich. Ronivaldo scheiterte mit der besten Gelegenheit abermals am starken Leitner (52.). Erst nach einer Stunde flachte die bis dato temporeich geführte Partie ein wenig ab. Ried zog die Kontrolle an sich, ließ in der Defensive wenig zu und bekam in der Schlussphase nach einem Klammern von Mamadou Fofana an Nikki Havenaar einen Elfmeter zugesprochen. Diesen verwandelte Mutandwa im linken Kreuzeck. Mit seinem 14. Saisontreffer zog der Angreifer an der Spitze der Torschützenliste mit Sturms Otar Kiteishvili gleich.
Text: APA
Foto: GEPA pictures