16. Aug. 2026
Salzburg kehrt mit 3:0 bei WSG Tirol auf Siegerstraße zurück
Konate, Krätzig und Kitano trafen - Generalprobe vor Europa-League-Play-off-Hinspiel bei Mjällby geglückt - Salzburger halten bei sieben Punkten, Tiroler weiter mit nur einem Zähler
Red Bull Salzburg ist nach zwei Pflichtspiel-Unentschieden auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Der ehemalige Serienmeister setzte sich am Sonntag in der Fußball-Bundesliga bei der WSG Tirol mit 3:0 (2:0) durch und hält nach drei Runden als ungeschlagenes Team wie Vizemeister Sturm Graz bei sieben Zählern. Karim Konate (15.), Frans Krätzig (17.) und Sota Kitano (70.) fixierten eine erfolgreiche Generalprobe vor dem Play-off-Hinspiel zur Europa League am Donnerstag bei Mjällby.
Danny Röhl rotierte nach dem intensiven Europacup-Gastspiel auf Zypern am Donnerstag gewaltig. Im Vergleich zum 3:3 bei Pafos blieben nur Tormann Christian Zawieschitzky, Innenverteidiger Valentin Zabransky, Mittelfeldspieler Abubakr Barry sowie die Offensivakteure Damir Redzic und Yorbe Vertessen in der Startelf. Dreifach-Torschütze Haris Tabakovic bekam genauso eine Pause wie Kapitän Nikolas Veratschnig. Bei den Tirolern gab es gegenüber dem 1:3 in Altach zwei Änderungen. Marc Striednig durfte sich im zentralen Mittelfeld anstelle von Nemanja Celic versuchen, Thomas Goiginger bekam auf der Zehnerposition statt dem konditionell nicht auf Topniveau befindlichen Nikolai Baden Frederiksen den Vorzug.
Doppelschlag der Salzburger
Die Tiroler hielten in der Anfangsviertelstunde dagegen. Schon nach wenigen Sekunden ging ein Schuss von Lukas Hinterseer drüber. Nachdem auf der anderen Seite Edmund Baidoo an Salko Hamzic gescheitert war (6.) und Karim Konate danebengeschossen hatte (10.), wurde in der 14. Minute ein Satin-Abschluss auf WSG-Seite gerade noch über das Tor gelenkt. Fast unmittelbar danach schalteten die Salzburger schnell um und Konate knallte den Ball nach Krätzig-Vorarbeit hoch ins kurze Eck. Der Assistgeber machte gleich den Doppelschlag perfekt. Satin klärte eine Redzic-Hereingabe Richtung eigenem Tormann, von dort landete der Ball glücklich beim Salzburg-Linksverteidiger, der profitierte.
Schon nach 22 Minuten musste Veratschnig früher als geplant in die Partie, da Leandro Morgalla wegen Knieproblemen w. o. geben musste. Gleich darauf scheiterte Redzic an Hamzic (23.). Sonst waren aber die Gastgeber gefährlicher, belohnten sich aber nicht. Ein Hinterseer-Chip ging an die Stange (30.), der quirlige Michael Olakigbe scheiterte an Zawieschitzky (31.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte blockte Zabransky einen Striednig-Schuss im Strafraum vermeintlich mit der Hand, Hinterseer scheiterte mit dem Strafstoß aber genauso am Salzburg-Goalie wie Striednig, dessen Nachschuss im Rutschen via Stange geklärt wurde.
Ungeschlagene WSG-Heimserie endete
Nach dem Seitenwechsel gingen es die Salzburger ruhiger an und hatten auch kaum Mühe, den Vorsprung zu verwalten. Selten, aber doch setzten sie bei zum Teil strömenden Regen offensiv noch Akzente. Barry erkämpfte im Zweikampf mit Gschösser den Ball und bediente "Joker" Kitano, der Hamzic bezwang. Letzterer bewahrte sein Team bei einem Veratschnig-Volley vor einem noch höheren Rückstand (74.). Nach dem erstmaligen Punkteverlust beim 1:1 beim WAC schrieben die Salzburger damit gleich wieder voll an.
Für die weiter sieglosen Tiroler ging eine Serie von fünf ungeschlagenen Heimspielen zu Ende. Und das am Ende einer Woche, in der es auch im Kampf um die Modernisierung des Stadions in Wattens einen Rückschlag gegeben hatte.
Text: APA
Foto: GEPA pictures