16. Sept. 2026
Sturm Graz erkämpft in EL Heim-0:0 gegen Stade Rennes
Franzosen zwar stärker, aber Sturm holte dank Kampfgeist und Goalie Chudjakow Punkt.
Sturm Graz ist mit einem Achtungserfolg in die Ligaphase der Fußball-Europa-League gestartet. Österreichs Vizemeister rang dem Ligue-1-Dritten Stade Rennes am Mittwoch vor Heimpublikum ein 0:0 ab. Die Gäste präsentierten sich zwar als stärkere Mannschaft mit einem deutlichen Chancenplus, doch die Steirer hielten mit viel Leidenschaft dagegen und konnten sich auch bei Tormann Danijl Chudjakow bedanken, dass am Ende die Null stand.
Bei Sturm wurde Otar Kiteishvili laut Clubangaben "aus Gründen der Belastungssteuerung" nicht in den Kader berufen, der angeschlagene Jon Gorenc Stankvic saß zunächst auf der Bank. Trainer Fabio Ingolitsch setzte auf eine Dreier- beziehungsweise Fünferkette, die mit der französischen Spitzenmannschaft vor 13.109 Fans von Beginn an Probleme hatte.
In der achten Minute jubelte Rennes nach einem Corner bereits über die vermeintliche Führung, das Tor von Adrien Thomasson wurde allerdings wegen Handspiels zurückgenommen. Fünf Minuten später schoss Adrien Lepaul, Ligue-1-Torschützenkönig der Vorsaison, aus guter Position drüber. Nach einer halben Stunde rettete Chudjakow bei einem Abschluss von Lepaul aus kurzer Distanz per Fußabwehr.
Koller-Tor aberkannt
Danach hatten die Steirer ihre beste Phase vor der Pause. Nach einer Freistoßflanke von Jürgen Heil und einer Kopfballvorlage von Joshua Quarshie köpfelte Paul Koller ein. Der Treffer zählte jedoch nicht, weil Jacob Hödl zuvor in Abseitsstellung einen Gegenspieler geblockt hatte (34.). Wenig später versuchte es noch Luca Weinhandl mit einem allerdings harmlosen Abschluss (38.).
Auch die erste Chance nach Wiederanpfiff gehörte Sturm - Rennes-Keeper Brice Samba musste sich bei einem Hödl-Abschluss strecken (57.). Dann aber legte Rennes wieder zu. Chudjakow konnte sich sowohl gegen Lepaul als auch beim Nachschuss von Ludovic Blas auszeichnen (61.).
Stade Rennes blieb die tonangebende Mannschaft, doch Sturm wehrte sich mit viel Kampfgeist und schaffte es vorerst, echte Torchancen des Favoriten zu verhindern - bis Mahdi Camara Aluminium traf (74.) und Bryan Reynolds aus wenigen Metern verzog (78.). Aber auch Sturm wurde noch einmal gefährlich, als Simon Seidl nach einer sehenswerten Vorlage von Filip Rozga Keeper Samba mit einem Schuss aufs kurze Eck zu einer Parade zwang (84.). Das Finish stand dann sogar im Zeichen von Sturm, Zählbares schaute jedoch nicht mehr heraus.
Text: APA; Foto: GEPA pictures