Zur Navigation springenZur Suche springenZum Hauptinhalt springenZum Footer springen

08. Aug. 2026

Sturm Spieler-Weiper jubelt

Sturm Graz siegte dank Weiper-Doppelpack in Hartberg 2:0

"Joker" traf in Minuten 69 und 81 - Gelb-Rote Karte für TSV-Trainersohn Konstantin Schopp leitete Niederlage ein

Sturm Graz hat im zweiten Saisonanlauf den ersten Sieg in der Fußball-Bundesliga geholt. Der Vizemeister gewann am Samstag das Steiermark-Duell beim TSV Hartberg in der Profertil Arena 2:0 (0:0). Die beiden Treffer gingen auf das Konto von "Joker" Nelson Weiper (69., 81.). Während die Grazer, die zum Auftakt 1:1 bei WSG Tirol gespielt hatten, nun bei vier Punkten halten, sind die Oststeirer unter Trainer-Rückkehrer Markus Schopp weiter als eines von zwei Teams ohne Zähler.

Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch verzichtete nach der 0:2-Niederlage im Drittrunden-Qualifikations-Hinspiel zur Champions League am Mittwoch bei Fenerbahce Istanbul auf eine große Rotation. Mit Luis Balbo und Gizo Mamageishvili durften sich zwei Akteure neu in der Startelf versuchen, Emran Soglo und Simon Seidl blieben vorerst auf der Bank, spielten in der Folge aber in der Entstehung der Tore tragende Rollen. Beginnen durfte auch Ex-TSV-Urgestein Jürgen Heil, der vor der Partie noch geehrt wurde. Beim TSV gab es mit Abwehr-Rückkehrer Lukas Spendlhofer und Stürmer Angelo Gattermayer im Vergleich zum 0:1 in Salzburg ebenfalls zwei neue Gesichter.

Großer Qualitätsunterschied war vor der Pause keiner ersichtlich. Sturms Jeyland Mitchell musste mit einem Tackling in höchster Not im Duell mit Marco Hoffmann retten (23.). Zudem gab Fabian Wilfinger einen TSV-Schuss ab (36.). Aufseiten von Sturm wehrte Hartbergs Tormann Armin Pecsi einen Hödl-Schuss ab (36.), ein Gattermayer-Treffer wurde wegen knappem Abseits nicht anerkannt (39.), und Mamageishvili köpfelte ins Außennetz (45.+1). Nach der Pause folgte in Minute 60 die wohl spielentscheidende Szene. Trainersohn Konstantin Schopp zog Hödl am Trikot und sah wegen wiederholtem Foulspiel zurecht die Gelb-Rote Karte.

Goldene Wechsel

Ingolitsch brachte mit Weiper, Soglo und Seidl drei frische Kräfte und belebte damit die Grazer Offensive deutlich. Eine Seidl-Flanke verlängerte Weiper mit dem Kopf ins Tor. Pecsi verhinderte bei einem Soglo-Abschluss aus spitzem Winkel (73.) vorerst noch den Doppelschlag. Tor Nummer zwei fiel dann in Minute 81, und wieder waren alle Wechselspieler beteiligt. Nach einer Soglo-Ecke wurde der Ball mehrmals kurz gespielt, ehe Seidl flach in die Mitte gab, wo Weiper unbedrängt einschießen konnte.

Danach hätte der Auswärtssieg noch höher ausfallen können. Pecsi hielt einen Hödl-Schuss (85.). Ein Elfmeter nach einem vermeintlichen Foul von Spendlhofer an Weinhandl wurde nach VAR-Eingriff von Schiedsrichter Julian Weinberger zurückgenommen. In der Nachspielzeit vergab auch noch Axel Kayombo eine Topchance. Trotzdem blieb es dabei, dass Hartbergs letzter Sieg gegen Sturm weiter fünf Jahre her ist. Sturm tankte Selbstvertrauen für das Rückspiel gegen Fenerbahce am Dienstag (20.30 Uhr).

Text: APA
Foto: GEPA pictures