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01. Aug. 2026

WSG-Spieler Hinterseer nimmt sich den Ball mit der Brust runter

Sturm Graz und die WSG Tirol trennen sich mit einem 1:1

Wlodarczyk bzw. Olakigbe trafen - Sturm im vierten Saisonmatch erstmals ohne Sieg, aber seit 17 Partien ungeschlagen

Der SK Sturm Graz hat sich in seinem Fußball-Bundesliga-Auftaktmatch auswärts gegen die WSG Tirol mit einem 1:1 begnügen müssen. Szymon Wlodarczyk schoss die Steirer zwar am Samstag in Führung (29.), doch Michael Olakigbe gelang der Ausgleich (42.). Damit ging der Vizemeister in seinem vierten Pflichtspiel in dieser Saison erstmals nicht als Sieger vom Platz, ist aber immerhin seit mittlerweile 17 Bewerbspartien ohne Niederlage.

Die Partie vor 2.230 Fans auf einem Rasen, der vom Zweitliga-Match am Vortag zwischen Wacker Innsbruck und Schwarz-Weiß Bregenz deutlich in Mitleidenschaft gezogen war, hatte in der Anfangsphase keine Highlights zu bieten. Die erste vielversprechende Gelegenheit fand WSG-Kapitän Lukas Hinterseer vor, sein Drehschuss vom Fünfereck flog knapp am langen Eck vorbei (21.).

In der 26. Minute wurde auch Sturm vor dem gegnerischen Tor vorstellig, ein Abschluss von Simon Seidl von der Strafraumgrenze zischte über die Latte. Drei Minuten später hebelte Jon Gorenc Stankovic mit einem weiten Pass die Tiroler Defensive aus, Emran Soglo war auf der linken Seite völlig frei und spielte flach zur Mitte, wo Wlodarczyk nur noch ins leere Tor vollenden musste.

Sturm bei Gegentor unkonzentriert

Die WSG antwortete mit einem Kopfball von Nikolai Baden Frederiksen über die Latte (32.), hatte aber ansonsten in dieser Phase wenig zu melden - bis zur 42. Minute. Gorenc Stankovic wurde gerade außerhalb des Platzes behandelt, die Sturm-Defensive wirkte unkonzentriert und Olakigbe zog unbedrängt in den Sechzehner, ließ Albert Vallci stehen und fügte den Grazern mit einem Schuss ins lange Eck das erste Gegentor in dieser Saison zu.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Sturm-Profis den Druck, liefen allerdings mit einer bemerkenswerten Regelmäßigkeit ins Abseits. Mit Fortdauer der Partie wurden die Gäste zwingender - Seedy Jatta scheiterte an WSG-Keeper Salko Hamzic (71.), der ebenfalls eingewechselte Gizo Mamageishvili traf die Stange (73.) und Axel Kayombo zielte am langen Eck vorbei (79.).

Dazwischen nahm Schiedsrichter Stefan Ebner einen vermeintlichen Hands-Elfer für Sturm nach Sichtung der VAR-Bilder berechtigterweise zurück. Auch im Finish kämpfte Sturm vergeblich um das Siegestor. Eine Seidl-Chance wurde von Hamzic zunichte gemacht (92.), womit die Generalprobe für das Drittrunden-Hinspiel in der Champions-League-Qualifikation am Mittwoch bei Fenerbahce für die Grazer nicht nach Wunsch verlief.

Text: APA

Foto: GEPA pictures