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10. Mai 2026

Sturm-Spieler Weinhandl und Hödl jubeln

Sturm sorgte mit 4:2 in Hartberg für Titel-Showdown

Grazer nach 25 Minuten 3:1 in Führung, Weinhandl fixierte den Sieg - Sturm geht mit zwei Punkten Rückstand in die letzte Runde

Sturm Graz hat die Meisterentscheidung in der Fußball-Bundesliga in die letzte Runde vertagt. Die Grazer feierten am Sonntag beim TSV Hartberg einen 4:2 (3:1)-Sieg und wahrten die Chance auf den Meister-Hattrick. Nach einem Blitzstart, drei Treffern in den ersten 25 Minuten und einem späten vierten Tor beendeten sie ihre Remis-Serie und holten die nötigen drei Punkte für den Showdown. Nächsten Sonntag kommt es nun zum Fernduell zwischen Sturm und LASK um den Titel.

Sturm hatte zuletzt fünfmal nur unentschieden gespielt und dabei lediglich vier Tore erzielt. Gerade noch rechtzeitig beendete die Elf von Fabio Ingolitsch im steirischen Derby diese Flaute. Albert Vallci (2.), ein Eigentor von Benjamin Markus (14.) und Otar Kiteishvili (25.) sorgten für eine vorerst nervenschonende 3:1-Führung. Lukas Fridrikas verkürzte mit einem Elfmeter (56.) auf 2:3, der 17-jährige Luca Weinhandl fixierte mit seinem ersten Bundesliga-Treffer (80.) aber den Sieg. Sturm geht daher mit zwei Punkten Rückstand auf den LASK in die letzte Runde, muss das Heimspiel gegen Rapid gewinnen und auf einen Heimsieg der Austria gegen die Linzer hoffen, um den Titel doch noch erfolgreich zu verteidigen.

Führung nach 90 Sekunden

Die Grazer waren auf einen tiefen defensiven Block des Gegners eingestellt, fanden aber in Form früher Treffer das richtige Gegenmittel. Nach eineinhalb Minuten köpfelte Vallci nach einem Eckball von Jusuf Gazibegovic zum 1:0 ein. Doch auch die Hartberger verwerteten ihre erste Chance. Pazourek kam völlig alleingelassen am Sechzehner zum Ball und versenkte ihn ins kurze Eck (9.).

Die vielen Sturm-Fans in der mit gut 5.000 Fans ausverkauften Profertil Arena mussten aber nicht lange auf die neuerliche Führung warten. Einen Schuss von Emir Karic lenkte Markus unglücklich ins eigene Tor ab, Kiteishvili baute den Vorsprung mit einem Flugkopfball nach Karic-Flanke aus. Der Spieler der Saison, der aufgrund muskulärer Probleme gegen Salzburg nicht in der Startelf gestanden war, bejubelte seinen 15. Saisontreffer und führt die Torschützenliste wieder solo an. Auf Tor Nummer 16 fehlte nicht viel, ein Schuss des Georgiers klatschte an die Stange (38.).

Teenager beendete das Zittern

Aber es wurde noch einmal spannend. Die Hartberger wollten sich im letzten Saisonheimspiel mit der Niederlage nicht abfinden und ihrem scheidenden Trainer Manfred Schmid einen würdigen Abschied von den eigenen Fans ermöglichen. Nach einem Foul von Gorenc Stankovic an Marco Hoffmann bot sich Fridrikas die Chance vom Elfmeterpunkt, die er souverän zum Anschlusstreffer nutzte. Sturm verlor die Souveränität, verlor viele Zweikämpfe und schaffte es längere Zeit nicht mehr, die TSV-Abwehr auszuspielen. Bis Youngster Weinhandl vom Sechzehner abzog und ins Kreuzeck traf.

Schmid wurde vor seinem letzten Heimspiel von Präsidentin Brigitte Annerl geehrt. Die Hartberger hatten sich überraschend für die Meistergruppe qualifiziert und beenden die Meisterschaft auf Rang sechs.

Text: APA

Foto: Gepa pictures