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22. Apr. 2026

Sturm-Spieler Jatta im Zweikampf mit LASK-Spieler Andrade

Sturm verpasste Sieg in doppelter Überzahl gegen LASK

Linzer gingen in Unterzahl durch Usor in Führung und erkämpften in hitzer Partie einen Punkt - Kiteishvili glich für Sturm per Elfer aus

Auch das zweite Gipfeltreffen zwischen Sturm Graz und Verfolger LASK hat mit einem turbulenten 1:1 geendet. Die Steirer verpassten es, eine lange, am Ende sogar doppelte Überzahl in einen Sieg und vier Punkte Vorsprung umzuwandeln. Stattdessen schmolz die Tabellenführung des Titelverteidigers vier Runden vor dem Ende auf einen Punkt, weil Salzburg nach einem 3:1 gegen die Austria neuer Zweiter ist. Einen weiteren Zähler zurück liegt der LASK.

15.187 Zuschauer sahen ein misslungenes Überzahlspiel der Heimmannschaft. Nach einem Tor von Moses Usor (52.) durfte der LASK zwischenzeitlich sogar mit der Tabellenführung liebäugeln. Dabei hatte Joao Tornich bereits in der 18. Minute Gelb-Rot gesehen. Nach einem weiteren Platzverweis für Samuel Adeniran (67.) fiel der Ausgleich. Otar Kiteishvili verwandelte wie beim Remis vor drei Tagen in Linz einen Elfmeter (78.).

LASK mit ersten Chancen

Beim LASK sah Dietmar Kühbauer nach der dominanten Vorstellung zuletzt keinen Anlass für Veränderungen in seiner Startelf. Fabio Ingolitsch baute - auch notgedrungen - die Sturm-Defensive um. Emanuel Aiwu rückte für den angeschlagen auf der Bank sitzenden Jeyland Mitchell in die Abwehr. Arjan Malic und Emir Karic beackerten neu die Flügel.

Die Grazer hatten ganz offensichtlich ihre Lehren aus der klaren Unterlegenheit in Linz gezogen. Mit dem Willen zum frühen Ballgewinn diktierten sie die Anfangsminuten. Die ersten Warnschüsse gaben aber die zielstrebigeren Linzer durch Samuel Adeniran ab. Der US-Amerikaner schoss einmal drüber (12.), beim zweiten Versuch war Daniil Chudjakow zur Stelle (14.). Spätestens da war der LASK im Spiel angekommen. Kasper Jörgensen verbuchte mit einem zentralen Kopfball die nächste Möglichkeit (18.).

Führung durch Bilderbuchkonter

LASK-Verteidiger Joao Tornich sah nach einem Tritt auf den Fuß von Seedy Jatta früh Gelb (6.). Wenig später war die Partie nach einem weiteren Gelb-Foul für den zentralen Abwehrmann zu Ende (18.). Die Richtung im Spiel war damit vorgegeben. Große Torgefahr ging von Sturm zunächst aber nicht aus. Um gefährlich zu werden, brauchte es schon Otar Kiteishvili. Der Georgier hatte mit einem Stangenkracher aus 20 Metern Pech (42.).

Der LASK klopfte wenige Sekunden nach Wiederbeginn durch Moses Usor an der Führung an, die kurz darauf fallen sollte. Denn Sturm flog ein eigener Corner um die Ohren. Maurice Malone traf den Ball aus guter Position nicht richtig, ehe die Linzer im direkten Gegenzug über Horvath einen Bilderbuchkonter fuhren. Der Kapitän gewann das Sprintduell mit Kiteishvili und fand Usor, der wuchtig sein elftes Saisontor erzielte.

Wieder trifft Sturm per Elfmeter

Während Sturm auf der Suche nach der Lücke wenig Erfolg hatte, schwächten sich die Linzer noch einmal selbst. Adeniran flog nach wiederholt ungestümem Einsteigen mit Gelb-Rot vom Platz (68.). In doppelter Unterzahl rührte der LASK noch mehr Beton an, Sturm gelang aus dem Spiel heraus weiter wenig. In der 76. Minute meldete sich der VAR, nachdem Gizo Mamageishvili im Strafraum gelegt worden war. Kiteishvili schickte LASK-Keeper Lukas Jungwirth in die falsche Ecke.

Die Schlussminuten verliefen im Stile einer Handballpartie, in dem Sturm die Schlinge sukzessive enger zog. Doch sowohl Jon Gorenc Stankovic (84./drüber) und Malone (89./Parade Jungwirth) als auch Jusuf Gazibegovic (92./daneben) verpassten den Siegtreffer.

Text: APA
Foto: GEPA pictures