17. Okt. 2026

LASK kehrte mit 4:0 in Lustenau auf die Siegerstraße zurück
Kalajdzic, Adeniran und Lang via Doppelpack trafen in Vorarlberg nach der Pause - Linzer nach fünf sieglosen Pflichtspielen wieder einmal erfolgreich - Fünf Punkte hinter Rapid Zweiter
Der LASK ist auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Nach fünf Pflichtspielen ohne Erfolg setzte sich der Meister am Samstag in der 9. Runde der Fußball-Bundesliga bei Aufsteiger Austria Lustenau mit 4:0 durch und kletterte in der Tabelle zumindest bis Sonntag an Salzburg vorbei auf Rang zwei. Fünf Zähler fehlen auf Tabellenführer Rapid, der am Freitag gegen Hartberg 3:1 gewonnen hatte. Sasa Kalajdzic (56.), Samuel Adeniran (64.) und Christoph Lang (88./Elfmeter, 94.) trafen.
LASK-Trainer Dietmar Kühbauer warf ordentlich die Rotationsmaschine an, nahm sechs Änderungen gegenüber dem Heim-3:6 in der Champions League gegen Liverpool vor. Daniel Elfadli und Miguel Freckleton in der Dreierabwehr, der am Mittwoch als Doppeltorschütze in Erscheinung getretene Florian Flecker, der nach seinen Oberschenkelproblemen wieder fitte Sascha Horvath und Robert Ljubicic im Mittelfeld sowie Kalajdzic im Angriff durften sich von Beginn an versuchen. Xavier Mbuyamba, Andres Andrade, Kasper Jörgensen, Krystof Danek, Alessandro Schöpf und Lang mussten auf die Bank.
Lustenau igelte sich hinten ein
Bei den Lustenauern bekamen mit Rechtsverteidiger Anilson, Innenverteidiger Mathias Maak und Offensivakteur Alieu Conateh in der diesmal als 5-4-1-Formation agierenden Gastgeber-Truppe drei "Neue" von Beginn an eine Chance. Lustenau rührte nur Beton an, igelte sich in der eigenen Hälfte ein. Bei den Oberösterreichern ließ die Effizienz aber vor der Pause zu wünschen übrig. Horvath nach einem kurz abgespielten Freistoß (15.), Adeniran (39.) und Freckleton per Kopf (44.) scheiterten an Lustenau-Tormann Domenik Schierl. Zudem vergaben Adeniran (28.), Joao Tornich (42.) und Kalajdzic (43.) weitere Möglichkeiten.
Nach Wiederbeginn ging es in der gleichen Tonart weiter. Doppeltes Pech verhinderte vorerst die Führung. Bogarde schoss an die Latte und auch der Nachschuss von Freckleton sprang vom Aluminiumgehäuse zurück ins Feld (50.). Sechs Minuten später war der Bann gebrochen. Nach einem Bogarde-Zuspiel über die Abwehr richtete sich Kalajdzic den Ball her und überhob den chancenlosen Schierl mit dem zweiten Kontakt gefühlvoll. Die Lustenauer setzten plötzlich auf Offensive, kamen auch erstmals gefährlich in den gegnerischen Sechzehner, wurden kurz darauf aber bestraft, da die Restverteidigung fehlte. Adeniran konnte alleine aufs Tor zuziehen und schloss kaltschnäuzig ab.
Lang übernahm Spitze in Liga-Schützenliste
Lustenau wurde erstmals in Minute 80 richtig gefährlich, da musste sich Lukas Jungwirth bei einem Schuss von Lord Afrifa auszeichnen. Sonst gab der LASK den Ton an und belohnte sich weiter. Emmanuel Chukwu ging im Strafraum ungestüm in einen Zweikampf mit Yvan Dibango und "Joker" Lang verwertete den Strafstoß sicher. Danach machte der ÖFB-Teamstürmer aus kurzer Distanz noch einen Doppelschlag perfekt und übernahm mit sieben Saisontoren auch die alleinige Führung in der Liga-Schützenliste.
Die zweite Niederlage der Vorarlberger nach dem 3:4 in Hartberg war hochverdient, sie haben nun vier der jüngsten fünf Ligaspiele verloren. Für den LASK gab es hingegen nach der Auszeichnung zu Österreichs Mannschaft des Jahres am Donnerstag die nächsten positiven Nachrichten. Nach dem 0:1 bei AEK Athen, 1:2 bei Sturm Graz, 3:3 in Hartberg, 0:2 gegen Rapid und eben der Liverpool-Partie konnten endlich wieder einmal drei Punkte eingefahren werden. Die Generalprobe vor dem Mittwoch-Duell in der "Königsklasse" bei Sporting Lissabon kann als geglückt bezeichnet werden.
Text: APA
Foto: GEPA pictures