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06. Feb. 2026

Max Hennig TSV Hartberg

Max Hennig: "David Alaba war mein Vorbild"

Max, du bist 2023 mit Deutschland U17-Weltmeister geworden, hast Österreichs Vizeweltmeistern also einen Titel und zwei Jahre voraus. Was bringt dieser Erfolg mit sich?

Unsere WM war in Indonesien, wir waren also weit weg und abgekappt, deshalb haben wir gar nicht mitgekriegt, was da in Deutschland los war. Da ist auch ein richtiger Hype um uns entstanden. Damals habe ich gar nicht so realisiert, wie groß dieser Erfolg war. Jetzt bin ich immer noch stolz darauf, aber man kann sich darauf nicht ausruhen, man muss immer weitermachen. Das wichtigste ist, den Sprung in den Erwachsenen-Fußball zu schaffen. Aber ich bin sicher, dass das auch die österreichischen Vizeweltmeister schaffen werden.

Ist es schwer, nach so einem Erfolg geduldig zu bleiben?

Man erwartet schon, dass Angebote von großen Klubs kommen, aber wenn man schon bei den Bayern ist, geht ja nicht viel drüber (lacht). Es ist bei jedem unterschiedlich. Paris Brunner ist gleich nach Monaco, andere in die Bundesliga. Ich habe mich für eine Leihe nach Unterhaching entschieden, weil es für mich mehr Sinn gemacht hat, viel zu spielen. 

Assan Ouédraogo, einer der U17-Weltmeister, ist bereits im A-Team gelandet. Wann soll es bei dir so weit sein?

Das A-Team ist noch ein langer Weg! Es wäre ein Traum, für Deutschland zu spielen, das Maximum. Aber daran verschwende ich aktuell keinen Gedanken.

Was sollen deine nächsten Schritte sein und ist ein Stammplatz bei den Bayern das große Ziel?

Das kann ich noch gar nicht sagen, wie es weitergehen wird. Ich will die Saison gut zu Ende spielen, mein Ding durchziehen und mich weiterentwickeln. Die Bayern sind auch noch weit weg, aber klar, besser als ein Stammplatz bei den Bayern würd's nicht gehen.

Du bist Linksverteidiger und hast in der U9 bei den Bayern begonnen, war vielleicht ein gewisser David Alaba dein Vorbild?

Das war früher tatsächlich so! Und zwar deshalb, weil ich sogar einmal mit David Alaba eingelaufen bin, als die Bayern einmal zu einem Testspiel bei meinem ersten Verein in Ismaning waren. Als Kind war ich auch oft in der Allianz Arena, weil wir daheim eine richtige Bayern-Familie sind.

Hülsmann Hartberg gegen SV Ried

Jetzt spielst du dem Ex-Bayer Tom Ritzy Hülsmann beim TSV Hartberg, kanntet ihr euch schon vom Campus?

Den Ritzy kannte ich schon, obwohl er Jahrgang 2004 ist und ich 2006. Aber er hat damals im Bayern-Nachwuchs schon den Ruf gehabt, ein extrem super Tormann zu sein. Es ist cool, dass sich unser Weg in Hartberg wieder gekreuzt haben, er wohnt auch direkt über mir, wir machen deshalb auch viel gemeinsam.

Welche Rolle hat Manfred Schmid gespielt, dass du in Hartberg gelandet bist?

Eine große. Wie alle Beteiligten hat er sehr offen und ehrlich mit mir geredet, was er sich vorstellt, was ich schon gut mache und woran wir noch arbeiten werden. Das hat mich letztlich überzeugt, mich für Hartberg zu entscheiden, obwohl es auch noch andere Möglichkeiten gegeben hätte.

Wie sieht der Vergleich mit der SpVgg Unterhaching aus, mit der du in der 3. Liga gespielt hast?

Das ist kein Vergleich. In Unterhaching war es eine schwierige Saison, die auch mit dem Abstieg in die Regionalliga geendet hat. Jetzt spielen wir oben mit und jeder ist zufrieden. Wir wollen unbedingt in die Top 6, das war auch das, was mir schon in den Gesprächen als Ziel genannt wurde.

Du hast in den letzten sechs Herbst-Runden vier deine fünf Scorerpunkte gesammelt. Bist du da richtig in der ADMIRAL Bundesliga angekommen?

Ich denke, dass ein junger Spieler einfach Zeit braucht, um sich einzugewöhnen. Noch dazu ist es für mich das erste Mal, dass ich von zuhause weg bin. Aber wir haben auch als Mannschaft gebraucht, um richtig in das System reinzufinden. Das hat immer besser geklappt - und dann klappt es auch mit den Scorern. Ich war immer schon ein offensiv ausgerichteter Außenverteidiger.

Max Hennig Hartberg gegen SK Rapid

Zum Frühjahrsauftakt müsst ihr zu Rapid nach Hütteldorf. Was waren deine Erfahrungen in der ersten Begegnung im Herbst?

Das war ein extrem starker Gegner. Bitter für uns, dass wir in der Nachspielzeit noch das Tor zum 0:1 gekriegt haben. Aber wir müssen uns in unserer Situation am Samstag nicht verstecken, wir werden mit breiter Brust ins Spiel gehen und wollen auch dort gewinnen.

 

Text: Horst Hötsch
Fotos: GEPA pictures