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22. Feb. 2026

Kerim Alajbegovic und Konate jubeln

Salzburg bescherte Beichler mit 5:1 beim LASK Traum-Debüt

"Bullen" im Vergleich zu Auftritten unter Letsch wie ausgewechselt - Konate traf doppelt - Vizemeister zwei Punkte vor Sturm voran - Linzer verloren nach 13 ungeschlagenen Pflichtspielen

Trainereffekt bei Red Bull Salzburg: Der Vizemeister gewann am Sonntag bei der Premiere von Neo-Coach Daniel Beichler den Fußball-Bundesliga-Schlager beim LASK mit 5:1 (3:1). Als Belohnung lachen die Salzburger auch nach der 20. Runde von der Tabellenspitze, zwei Punkte vor Titelverteidiger Sturm Graz und drei Zähler vor den Linzern. Im ersten Spiel nach der Trennung von Thomas Letsch spielten die Gäste nicht nur erfolgreichen, sondern vor allem auch sehenswerten Fußball.

Für die wie ausgewechselt aufgetretenen Salzburger trafen Kerim Alajbegovic (6.), Karim Konate (10., 64.), Sota Kitano (37.) und Damir Redzic (94.). Nach den sieglosen Auftritten gegen die Austria (0:2) und beim GAK (1:1) gab es wieder einmal drei Punkte. Für die Linzer war ein Tor von Sasa Kalajdzic (18.) zu wenig, um Zählbares mitzunehmen. Salzburg steht als erster Meistergruppen-Teilnehmer fest, vor der Ligateilung geht es noch gegen Hartberg und in Wien gegen Rapid. Für die Linzer ging eine Serie von 13 ungeschlagenen Pflichtspielen zu Ende, sie treffen noch auswärts auf die Austria und zu Hause auf den WAC.

Schuster beim Aufwärmen verletzt

Beichler hätte in seiner ersten Startelf eigentlich eine Änderung gegenüber dem GAK-Spiel unter seinem Vorgänger vornehmen wollen. Innenverteidiger Jannik Schuster verletzte sich allerdings beim Aufwärmen, weshalb Tim Drexler doch beginnen durfte. Beim LASK gab es im Sturmtrio zwei neue Gesichter. Anstelle des kranken Krystof Danek und Samuel Adeniran durften sich Christoph Lang und Moses Usor von Beginn an versuchen.

Die Salzburger waren es allerdings, die vor 13.669 Zuschauern sofort das Heft in die Hand nahmen und eine Reaktion zeigen wollten. Die frühe Führung spielte ihnen in die Karten. Nach Balleroberung von Stefan Lainer zog Alajbegovic mit links aus 20 Metern ab und traf genau ins Eck. Den Doppelschlag perfekt machte der zu wenig attackierte Konate, nachdem zuvor Frans Krätzig einen Freistoß in der eigenen Hälfte schnell auf den Stürmer ausgeführt hatte.

Kalajdzic-Fersen-Tor

Die Linzer gaben sich aber nicht auf und wurden mit dem Anschlusstreffer belohnt. Einen Schuss von Lang lenkte der unmittelbar vor Salzburg-Tormann Alexander Schlager stehende Kalajdzic noch leicht mit der Ferse ab. Sascha Horvath hatte die Aktion aus der eigenen Hälfte heraus überragend eingeleitet. Auch in der Folge blieb es ein packender Schlagabtausch. In einer 2:1-Überzahl spielte Edmund Baidoo auf Konate, der konnte aber gerade noch vom zurückgeeilten Usor am Abschluss gehindert werden (25.).

Usor rückte dann auch auf der anderen Seite in den Mittelpunkt, schoss nach einem Bilderbuchkonter aus bester Position daneben, auch da der Ball zuvor leicht aufgesprungen war (32.). Das rächte sich, weil Alajbegovic und Kitano zu wenig gestört wurden und Letzterer aus spitzem Winkel Lukas Jungwirth überraschte. Salzburg hatte mehr als 70 Prozent Ballbesitz, gewann die entscheidenden Zweikämpfe und glänzte mit gnadenloser Effizienz.

Konate-Doppelpack dank Kopfballtor

Nach Wiederbeginn hätte George Bello nach weniger als 30 Sekunden für einen Blitzstart der Linzer sorgen können, sein Abschluss wurde von Lainers Knie geblockt. Kasper Jörgensen scheiterte an Schlager (58.), Horvath schoss daneben (59.). Mehr Topchancen schauten für die Hausherren nicht heraus, die Salzburger standen deutlich tiefer, blieben aber brandgefährlich. Nach einer Krätzig-Ecke stieg Konate am kurzen Eck am höchsten und köpfelte ein. Einen Triplepack des 21-Jährigen von der Elfenbeinküste verhinderte Jungwirth (70.), der auch einen Alajbegovic-Schuss bändigen konnte (73.).

Für den Schlusspunkt sorgte "Joker" Redzic mit einem sehenswerten Abschluss ins Kreuzeck. Salzburg gewann nach dem Heim-3:0 erstmals seit 2020/21 beide Grunddurchgangsduelle mit dem LASK. Der siegte im fünften Liga-Heimspiel unter Dietmar Kühbauer erstmals nicht. Nach dem 1:1 in Ried, wo man in letzter Sekunde noch eine Niederlage verhindert hatte, gab es zum zweiten Mal in Folge keinen Dreier.

Text: APA
Foto: GEPA pictures