22. Feb. 2026
Sturm Graz nach Heim-1:0 gegen Blau-Weiß kurzfristig Erster
Goldtor durch Beganovic-Strafstoß - Rot für Mitchell im Finish
Sturm Graz hat am Sonntag für wenige Stunden Platz eins in der Fußball-Bundesliga übernommen. Der Titelverteidiger feierte gegen Blau-Weiß Linz durch ein Tor von Belmin Beganovic (35./Elfmeter) einen mühevollen 1:0-Heimsieg, wurde aber wenig später entweder vom LASK oder Red Bull Salzburg überholt, die ab 17.00 Uhr aufeinandertrafen und jeweils einen Punkt zurücklagen. Schlusslicht Blau-Weiß fehlen weiterhin drei Zähler auf den Vorletzten GAK.
Bei den Grazern fehlte unter anderem der verletzte Kreativgeist Otar Kiteishvili, dafür stand dessen georgischer Landsmann Gizo Mamageishvili erstmals in Sturms Liga-Startformation - und sorgte gleich in der vierten Minute für Aufsehen. Sein Seitfallzieher klatschte an die Latte. Die ersten Offensivaktionen hatten allerdings die Gäste verzeichnet. Sturm-Goalie Matteo Bignetti konnte einen Freistoß von Simon Seidl aus relativ großer Distanz aufs Tormanneck nur ins Torout abwehren, den darauffolgenden Corner köpfelte David Bumberger daneben.
Entscheidung durch VAR-Elfmeter
In der 13. Minute jubelte Seedy Jatta über Sturms vermeintliches 1:0, der Treffer wurde jedoch aberkannt, weil Jon Gorenc Stankovic davor Blau-Weiß-Goalie Nico Mantl mit dem Ellbogen attackiert hatte. Davor wie danach sahen die 14.217 Zuschauer eine unspektakuläre Partie ohne klare Vorteile für eines der beiden Teams, die Entscheidung brachte ein VAR-Elfmeter. Mamageishvili wurde knapp innerhalb des Sechzehners von Mamadou Fofana getroffen, nach Einschaltung des Videoreferees gab es Strafstoß, den Beganovic sicher verwandelte.
In der zweiten Hälfte erarbeitete sich Sturm zunächst ein Übergewicht, das zweite Tor wollte aber nicht gelingen. Ryan Fosso zielte vom Fünfereck am Tor vorbei (48.), Jacob Hödl scheiterte ebenso an Mantl (60.) wie Paul Koller (76.). Im Finish zogen sich die Steirer immer weiter zurück, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Das gelang, obwohl Jeyland Mitchell in der 90. Minute wegen eines Kopfstoßes gegen David Riegler ausgeschlossen wurde.
Die Linzer kamen zu keiner echten Ausgleichschance und erlitten eine Woche nach dem Heim-2:1 gegen den WAC wieder einen Rückschlag. Für Sturm war es im dritten Heimmatch in diesem Jahr der dritte 1:0-Sieg, zuvor war dies gegen Brann Bergen und Ried geglückt.
Text: APA
Foto: GEPA pictures