Sturm siegte bei strauchelndem LASK mit 2:1

24. April 2019 in tipico Bundesliga Linzer bereits fünf Pflichtspiele sieglos, aber weiter komfortabel Tabellenzweiter - Sturm nur knapp hinter Rang drei

Sturm Graz hat am Mittwoch in der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga einen wichtigen Sieg im Kampf um die Europacup-Plätze eingefahren. Die Grazer setzten sich nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie beim zweitplatzierten LASK mit 2:1 (0:0) durch. Die Tore erzielten Jakob Jantscher (61.) und Markus Pink (74.). Peter Michorl gelang vor 5.652 Zuschauern nur noch der Anschlusstreffer (93.).

Während sich Sturm auf Tabellenplatz vier verbesserte, gelang dem LASK auch im ersten Spiel nach der Bekanntgabe des Abschiedes von Trainer Oliver Glasner zum VfL Wolfsburg zu Saisonende keine Trendwende. Die Linzer sind mittlerweile fünf Pflichtspiele sieglos, liegen aber weiter sechs Punkte vor dem drittplatzierten WAC. Sturm fehlt nur noch ein Zähler auf die Wolfsberger.

Beim LASK kehrte der zuletzt gesperrte Abwehrchef Gernot Trauner ins Team zurück. Markus Wostry vertrat den am Oberschenkel verletzten Philipp Wiesinger. Ansonsten konnte Glasner seine stärkste Formation aufbieten. Sein Gegenüber Roman Mählich, der sich zuletzt bereits Gegenwind ausgesetzt sah, vertraute im Mittelfeld auf Otar Kiteishvili und Jantscher statt Ivan Ljubic und Lukas Grozurek - mit Erfolg.

Die Grazer gestalteten die Partie mit einer kämpferisch starken Leistung ausgeglichen. Jantscher gab einen ersten Warnschuss ab (1.). Der LASK erarbeitete sich zwar vor der Pause ein Chancenplus, agierte vor dem Tor aber zu unpräzise. Alleine Mittelstürmer Joao Klauss traf zweimal das Außennetz (25., 34.) und scheiterte zweimal an Sturm-Keeper Jörg Siebenhandl (29., 41.). Angriffskollege Thomas Goiginger schoss aus guter Position klar über das Tor (42.).

Eine Gelbe Karte wegen einer Schwalbe von Joao Victor im Sturm-Strafraum erzürnte Glasner (40.). Dazu musste der LASK-Coach bei Schussversuchen von Michael John Lema und Spendlhofer zittern, die jeweils geblockt wurden (44.).

Probleme bereiteten den Linzern vor allem die linke Angriffsseite der Grazer, auf der Jantscher und Gideon Mensah wirbelten. Mensah setzte eine Großchance im Konter kurz nach der Pause mit dem Außenrist knapp daneben (47.). Keine Viertelstunde später schlug Jantscher mit seinem ersten Saisontor zu. Der Ex-Nationalspieler war beim Zuspiel von Kiteishvili aber wohl aus knapper Abseitsposition gestartet.

Ein katastrophaler Fehler von Alexander Schlager ermöglichte Sturm das 2:0. Der LASK-Schlussmann gaberlte sich einen langen Ball auf, Pink luchste ihm das Spielgerät ab und beförderte es mit dem Knie ins Tor. Die Linzer reagierten mit der Brechstange. Ein 30-Meter-Schuss von Trauner ging über das Tor (82.), ein Textilfoul des eingewechselten Ljubic an Klauss im Strafraum wurde nicht geahndet (84.). Der Anschlusstreffer von Michorl in der Nachspielzeit aus einem Freistoß von knapp außerhalb des Sechzehners kam zu spät.

Der LASK kassierte die zweite Liga-Heimniederlage der Saison nach jener Anfang April im Schlager gegen Salzburg (0:2). Der Rückstand auf den Titelverteidiger und Tabellenführer beträgt fünf Runden vor Schluss nun zwölf Punkte. Am Sonntag (17.00 Uhr) gibt es in Graz die Chance zur Revanche an Sturm. Bleiben die Linzer erneut ohne Punktegewinn, könnte Salzburg dann auch rechnerisch bereits als Meister feststehen.