St. Pölten nach 0:1 gegen LASK fix Bundesliga-Sechster

19. Mai 2019 in tipico Bundesliga Luan sah Rote Karte - Linzer zu Beginn und mit einem Mann mehr spielbestimmend - Holland traf nach Eckball

Für den SKN St. Pölten hat sich die zarte Hoffnung auf eine Teilnahme an der Fußball-Europa-League nicht erfüllt. Nach einer 0:1-Niederlage gegen Bundesliga-Vizemeister LASK beenden die Niederösterreicher die Saison definitiv auf dem unbelohnten sechsten Platz der Meistergruppe. Vorentscheidend war am Sonntag eine Rote Karte gegen Verteidiger Luan in der 53. Minute, der die Mannschaft schwächte.

Die Linzer waren in der Anfangsphase überlegen, dann kamen die Hausherren aber besser ins Spiel. In Richtung LASK-Sieg bog die Partie erst in der zweiten Hälfte ab, nachdem der Brasilianer Luan für ein Foul an Samuel Tetteh die Rote Karte gesehen hatte. Nach einem Eckball brachte James Holland (67.) am kurzen Eck eine Michorl-Flanke frech im Tor unter - es blieb der einzige Treffer im Match.

Der LASK startete mit viel Elan. Joao Klauss schob den Ball in der zweiten Minute freistehend am Tor vorbei, wenig später kamen erneut Klauss und Thomas Goiginger bei Zuspielen im Strafraum zu spät. St. Pölten brauchte dagegen einige Zeit, um den Rhythmus zu finden. Die erste nennenswerte Aktion schloss in der 18. Minute Verteidiger Danijel Petrovic nach einem Ambichl-Freistoß per Kopf ab, gefährlich war das Ganze noch nicht.

Das Tor der Linzer hütete diesmal Thomas Gebauer, der 36-Jährige kam so zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für den LASK. Aus Protest gegen den langjährigen Ried-Torhüter und -Kapitän stellte der harte Kern der mitgereisten LASK-Fans die Unterstützung für ihre Mannschaft ein.

Zum Ende der ersten Hälfte hin neutralisierten sich die beiden Teams weitgehend - hochkarätige Chancen gab es hüben wie drüben nicht. Die fand allerdings SKN-Goalgetter Rene Gartler in der 48. Minute vor, aus kurzer Distanz hielt Gebauer jedoch die Null fest. Die Notbremse von Luan war dann ein Schlag, von dem sich die "Wölfe" nicht mehr erholten.

Die Linzer hatten einige Möglichkeiten - Holland schlug zu. Der Australier verwertete eine Flanke von Peter Michorl von links mit dem Außenrist ins Tor. Dass der Assistgeber davor wohl knapp im Abseits gestanden war, war dem Team um Schiedsrichter Robert Schörgenhofer entgangen.

Nach einem guten St.-Pölten-Angriff und einer scharfen Grätsche von Michorl an Husein Balic im Strafraum reklamierten die Heimischen in der 78. Minute Elfmeter - die Versuche blieben jedoch erfolglos. Die "Wölfe" werden die für sich überraschend gute Saison auf dem sechsten Platz beenden, da der Fünfte Sturm Graz nicht mehr überholt werden kann. In der Schlussrunde geht es für den SKN noch zu Meister Salzburg. Der LASK empfängt am kommenden Sonntag die Wiener Austria.

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